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EMKNI - 14.04.2005   Zurück zur Übersicht

Bischofsbotschaft bewegte die Delegierten an der Tagung der Zentralkonferenz

Bischof Heinrich Bolleter erhielt nach dem Vortragen seiner Botschaft eine "Standing Ovation" von den Delegierten an der Tagung der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Bern. Seine Bischofsbotschaft, die er heute morgen vortrug, bewegte die Delegierten. In seiner Botschaft unter dem Titel „Eine lebendige Gemeinschaft – weil Gott das Leben liebt“ zeigte Bischof Bolleter pointiert die heutige Situation der EMK und ihrer Menschen im persönlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Umfeld auf, welche Aspekte ihm dabei wichtig sind und welche Hoffungen und Wünsche er damit verbindet.

Beispielhaft ein Auszug aus der Botschaft zum Thema Familie:

„Wir müssen neu ansetzen und ein neues Bewusstsein schaffen, dass es die Familie ist, welche die Werte und die gemeinschaftsbildenden Tugenden vermitteln kann und soll. Wenn Kinder wieder wissen sollen, dass Golgatha keine Zahnpastensorte ist, so ist das nicht einfach die Aufgabe des Religionsunterrichts an den Schulen oder die Aufgabe der Kirchen. Es ist zuallererst die Aufgabe der Familien, und es gilt die Familien für diese Aufgabe zuzurüsten. Als lebendige Gemeinschaft wollen wir helfen, dass Familien leben, überleben und erst noch die Werte unserer Kultur und unseres Glaubens vermitteln können.“

Bischof Bolleter wies in seiner Botschaft auch auf wunde Punkte in der EMK hin, zum Beispiel auf das Autoritätsverständnis in der Kirche. Bischof Bolleter: „Ich bin überzeugt, dass wir heute in den meisten Situationen in unserer Kirche nicht an einem Klerikalismus von oben, sondern an einem Klerikalismus von unten leiden. Autorität wird da missbraucht, indem etwa Laien in den Gemeinden als Dominatoren und Dominatorinnen auftreten und sich niemand gegen sie zur Wehr setzt, auch der Pastor oder die Pastorin nicht.“

Bewegend und pointiert waren auch seine Schlussworte: “Lebendige Gemeinschaft lässt es nicht zu, dass die Religion Privatsache wird. Sie lebt nicht als Schlagsahne auf dem Kuchen, sondern als Salz in den Wunden der Gesellschaft. Lebendige, christliche Gemeinschaft trägt das Evangelium des Lebens in diese Welt hinein. Sie sagt der Welt, dass Gott das Leben liebt.“

Es lohnt sich sehr, die Bischofsbotschaft zu lesen. Sie kann jetzt auf der Website der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa der EMK unter http://www.umc-europe.org/artikel_11.php als Windword-Dokument heruntergeladen und gelesen werden.


Quelle: EMKNI

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