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EMKNI - 04.08.2005   Zurück zur Übersicht

Grossbritannien: Methodistenkirche ruft Regierung zur öffentlichen Debatte über den Ersatz der „Trident“-U-Boote auf

Die methodistische Kirche in Grossbritannien hat die britische Regierung aufgerufen, eine öffentliche Debatte über den Ersatz der nuklearen "Trident"-U-Boote abzuhalten. Die gegenwärtige U-Boot-Flotte wird noch bis ins Jahr 2024 in Betrieb sein, der Entscheid einer Nachfolge wird aber noch in dieser Regierungsperiode fallen (siehe auch EMKNI-Meldung vom 12.05.2005). Der britische Premierminister Tony Blair sagt, dass noch keine Entscheidung darüber gefallen sei, glaubt aber, dass es richtig ist, ein nukleares Abschreckungsmittel beizubehalten. Wie auch immer, die Methodistenkirche glaubt, dass es wichtig sei, die Sache richtig zu verstehen und darüber zu debattieren, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Steve Hucklesby, Sekretär für internationale Angelegenheiten der britischen Methodistenkirche, sagte, dass Grossbritannien eine führende Rolle im Abbau nuklearer Waffen einnehmen soll. Er erinnerte auch daran, dass der Tag von Hiroshima, der sich am nächsten Samstag, dem 6. August 2005, zum 60. Mal jährt und wo zum ersten Mal eine Atombombe eingesetzt wurde, eine Erinnerung an die entsetzliche Wirkung sei. „Wir haben die Gelegenheit, ein Beispiel für den Rest der Welt zu geben. Zum jetzigen Zeitpunkt, da sich das Vereinigte Königreich ausserstande fühlt, unserem Versprechen zu entsprechen, die Ausgaben für die internationale Entwicklungshilfe gemäss 0,7% des Brutto-Inland-Produkts bis 2013 zu leisten, ist es nur richtig, dass wir eine umfassende und offene Debatte über den Ersatz der Trident führen, die letztendlich 10 Milliarden britische Pfund kosten würden,“ so Hucklesby.


Quelle: EMKNI / Britische Methodistenkirche

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