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EMKNI - 12.12.2005   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Der Sonntag bleibt ein Ruhetag

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) begrüsst, gemässs einer Medienmitteilung vom letzten Freitag, den Entscheid des Nationalrats, einer völligen Liberalisierung der Beschäftigungsmöglichkeit am Sonntag nicht zuzustimmen. Damit hat das Parlament den knappen Ausgang der Abstimmung vom 27. November berücksichtigt. Für die Wahrung des Sonntags als Kulturgut und Tag zur Pflege der sozialen Beziehungen wird sich der SEK auch in Zukunft einsetzen.

Der Nationalrat hat die Motion, die eine generelle Erweiterung der Beschäftigungsmöglichkeit am Sonntag verlangte, deutlich abgelehnt. Der SEK begrüsst diesen Entscheid. Im Vorfeld der Volksabstimmung ist es gelungen, eine breite Diskussion über den Sinn und Wert des Sonntags zu lancieren. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben zum Ausdruck gebracht, dass der arbeitsfreie Sonntag mit einem Rhythmus von Arbeit und Ruhe gerade für eine moderne Gesellschaft, die von den Menschen viel fordert, zum sozialen Zusammenhalt beiträgt.

Viele Stimmende, die zur Arbeitsgesetzrevision ein Ja in die Urne gelegt haben, verliessen sich darauf, dass das Prinzip des arbeitsfreien Sonntags nur in den 25 Zentren des öffentlichen Verkehrs aufgehoben wird. Der SEK wird sich, wie er schreibt, auch weiterhin dafür einsetzen, dass der Sonntag nicht zum Werktag wird. Er soll nicht noch mehr ausgehöhlt und ökonomisiert werden. Unbestritten bleibt die wichtige Arbeit, die viele Menschen auch in Zukunft am Sonntag für die Gemeinschaft leisten werden – in den Läden in Bahnhöfen und Flughäfen, in den Spitälern und Heimen, den Sicherheitsdiensten oder bei den Medien. Sie steht nicht im Widerspruch zur Wahrung des Sonntags als genereller Ruhetag und als Tag der Besinnung und der Pflege der sozialen Beziehungen für die Mehrheit der Bevölkerung.


Quelle: Medienmitteilung vom SEK / EMKNI

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