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EMKNI - 23.12.2005   Zurück zur Übersicht

USA: Der Verkauf von Weihnachtskränzen hilft Familien in Not

Wes Moody drückt seinen Ellbogen gegen den Ast einer Tanne, biegt den Ast, und dann...krach! Jener Ast einer Tanne wird Teil eines Weihnachtskranzes werden. Kränze aufzuhängen ist eine Weihnachtstradition im US-Bundesstaat Maine, aber hier stellt diese altehrwürdige Dekoration viel mehr dar: es ist eine finanzielle Lebensrettung für eine Reihe von Familien. "Viele der Jobs, die die Leute hier hatten, sind heute weg," sagt Pfarrerin Kay Webb und Direktorin von United Methodist Economic Ministry. „Die Fabriken haben alle zugemacht.“

United Methodist Economic Ministry entstand in den Berggemeinden im ländlichen Westen von Maine in den späten sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Das Hilfswerk unterstützt seitdem hilfsbedürftige Familien mit verschiedenen Programmen und indem sie ein Gebrauchtwarengeschäft und ein Lebensmittelgeschäft betreibt. Eines dieser Programme ist der Verkauf von Weihnachtskränzen.

"Die Menschen in dieser Gegend hatten seit vielen Jahren Kränze gemacht und versuchten, sie selber zu verkaufen," erzählt Pfarrerin Webb. United Methodist Economic Ministry entschied sich durch ihre Verbindung zur Evangelisch-methodischen Kirche (EMK), bei diesem Prozess zu helfen und als Vermittler tätig zu sein. So arbeitetet Pfarrerin Webb und ihre Belegschaft als Koordinatoren, die die Kränze von den Menschen kaufen und sie dann an Kirchen und Privatpersonen weiterverkaufen. Viele der Kränze tauchen dann als Angebot bei Weihnachtsmessen und Wohltätigkeitsbasaren auf. Jeder Kranz wird für acht Dollar verkauft. Alles, ausser 50 Cent, ist zugunsten der Kranzhersteller.

Laut Crystal Cook, die dieses Programm betreut, werden von rund 20 Familien insgesamt 2’000 Kränze während einer Saison hergestellt. Durch den Verkauf können diese Familien so einen Betrag zwischen ein paar hundert Dollar und mehr als tausend Dollar verdienen. Geld, das diese Menschen benötigen, besonders in der Zeit, wenn die Agrararbeiten zu Ende sind und die Arbeit in den nahegelegenen Skiregionen noch nicht angefangen hat.

Rhoda Bachelder zum Beispiel fing an, Kränze herzustellen, nachdem ihr Mann Boyd arbeitsunfähig wurde. "Unser Geld wird dazu gebraucht, die Steuern, die wir während des Sommers nicht bezahlt haben, und unsere Jahressteuern zu begleichen und natürlich für Öl und Holz,“ erzählt sie. „Danach, wenn noch etwas übrig bleibt, ist es für Weihnachten.“


Quelle: EMKNI / United Methodist News Service

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