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EMKNI - 07.01.2005   Zurück zur Übersicht

Sri Lanka: "Schlimmste Zerstörung seit Menschengedenken" durch das Seebeben

Wir veröffentlichen untenstehend einen Brief von Präsident Noel Fernando, Präsident der methodistischen Kirche von Sri Lanka, zum verheerenden Seebeben in Südasien:

"Liebe Freunde in Christus,

Sri Lanka hat gerade die schlimmste Zerstörung seit Menschengedenken erlebt. Etwa 30.000 Menschen sind getötet worden. Viele sind noch vermisst, und etwa 1,5 Millionen Menschen haben all ihren Besitz verloren, manche haben ihre Wohnung verloren und haben keinen Ort, an den sie zurückkehren können. Die Schäden und die Zerstörung überschreitet jedes glaubhafte Mass. Manche Familien haben ihren Ernährer verloren, manche beide Elternteile, und in einigen Fällen ist die ganze Familie ausgelöscht worden.

Die am stärksten betroffenen Gebiete sind Galle, Matara, Tangalle, Point Pedro, Batticaloa, Kallar, Valaichanai, Kalkudah, Komari, Ampara, Potuvil usw. Die grössten Schäden werden aus Galle, Tangalle, Matara, Batti und Komari berichtet. Viele unserer Kirchen und der zugehörigen Gebäude sind beschädigt, und viele unserer Gemeindeglieder haben ihren gesamten Besitz verloren.

Unsere Pfarrer und die Menschen in den betroffenen Gebieten befinden sich in einem Schockzustand. Wir haben einige unserer Pfarrer aus anderen Gebieten in die betroffenen Gebiete entsandt, um die Schäden und die Zerstörung zu beziffern. Soweit ich sehe, ist zur Zeit der Schaden unbegreiflich gross.

Ohne Ansehen von Volkszugehörigkeit und Religion haben unsere Leute sich abgestrampelt, Dinge des Grundbedarfs wie Nahrung, Wasser, Medikamente, Kleidung, Bettwäsche, Matratzen usw. zu sammeln. Bis heute hat die methodistische Kirche 10 Lkw-Ladungen mit Hilfsgütern in die Krisengebiete entsenden können, die von Pfarrern und Freiwilligen begleitet wurden. Aber es bleibt noch viel mehr zu tun.

Wir sind unseren Leuten und den ausländischen Spendern für ihre bisherige Hilfe dankbar und vertrauen darauf, weitere Unterstützung zu empfangen, bis die Situation unter Kontrolle ist. Dies ist soweit die aktuelle Situation. Auf längere Sicht werden wir uns um die Instandsetzung von Gebäuden und den Neubau von Wohnungen und Häusern kümmern müssen. Das Ausbildungszentrum für Evangelisation in Kalkudah ist vollständig zerstört worden, und der Wiederaufbau wird viel Zeit in Anspruch nehmen.

Ein Krisenstab arbeitet rund um die Uhr, um die jetzt nötigen Taten zu benennen. Wir sind uns einig, dass die Situation zu umfassend ist, um alle Betroffenen unterstützen zu können. Daher haben wir uns entschieden, uns in etwa 15 Gebieten auf ca. 50 arme Familien pro Region unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit zu konzentrieren. Hierzu gehört auch, sie in wahrscheinlich neuen Wohnstätten wieder anzusiedeln. Die Kosten eines Wohngebäudes in der Region betragen etwa 100.000-200.000 Rupien (ca. 700-1400 Euro). Die Gesamtsumme, die nötig ist, um dieser kleinen Zahl von Familien zu helfen, beträgt also etwa 75-150 Millionen Rupien (ca. 1/2 bis 1 Mio. Euro). Sollten wir mehr empfangen, könnte noch mehr geschehen. Hilfeleistungen in dieser Hinsicht sind uns von allen Freunden in Großbritannien, Irland, Deutschland, Korea, Australien und andern Ländern herzlich willkommen.

Gott segne Euch, wenn ihr im Gebet Anteil an der Verwüstung unseres Landes nehmt."


Quelle: Weltmission der EMK in Deutschland

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