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EMKNI - 14.07.2005   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Aus vier Kapellen wird eine Halle

Der Kirchenvorstand der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz fällte an seiner Sitzung vom 2. Juli 2005 einen spektakulären Beschluss: Der Bezirk 3x3 (Region Lenzburg) darf alle vier Kapellen seines Bezirks verkaufen, um eine grosse Lagerhalle in Hunzenschwil zum Preis von 2,25 Millionen Schweizer Franken zu kaufen. Der Kirchenvorstand hatte an der diesjährigen Tagung der Jährlichen Konferenz in Basel von den Mitgliedern die Kompetenz erhalten, darüber entscheiden zu können. So werden nun die Kapellen in Bremgarten, Lenzburg, Rupperswil und Schafisheim verkauft. Für jede der vier Liegenschaften gibt es Kaufinteressenten. Mit seinem Entscheid bestätigte der Kirchenvorstand den Beschluss der Bezirksversammlung von 3x3, die am 28. Juni 2005 mit einer deutlicher Mehrheit diesem Weg zugestimmt hatte.

An der Sitzung des Kirchenvorstandes konnten Pfarrer Marc Nussbaumer aus Rupperswil und Rosmarie Saurenmann, Laienmitglied des Bezirks an der Tagung der Jährlichen Konferenz, noch einmal die Beweggründe dieses Wegs erläutern. Pfarrer Marc Nussbaumer sagte gegenüber kirche+welt, der Zeitschrift der EMK Schweiz-Frankreich, nach dem Entscheid des Kirchenvorstandes: "Ich bin sehr erfreut und beeindruckt, dass sich der Kirchenvorstand unsere Erfahrungen angehört hat und bereit ist, unsere Gemeindearbeit zu unterstützen, so dass wir diese weiterentwickeln können.“

Eine besondere Situation stellte sich zu Beginn der Behandlung dieses Geschäfts an der Sitzung des Kirchenvorstandes. Vorgängig hatte der Bau- und Verwaltungsausschuss der EMK in der Schweiz dem Kirchenvorstand den Verkauf der Kapellen und dem Kauf der Halle empfohlen, während der Zahlstellenausschuss eine Vorfinanzierung durch ein Darlehen für den Kauf der Halle abgelehnt hatte. Die Lösung dieser Situation zeigte sich dann darin, dass an der Sitzung des Kirchenvorstandes festgestellt wurde, dass dem Zahlstellenausschuss nur ungenügende Informationen und Zahlen vorlagen, so dass dieser eine Finanzierung als nicht gesichert ansah. Mit den überarbeiteten Informationen stimmte der Zahlstellenausschuss an einer ausserordentlichen Sitzung zwei Tage nach der Sitzung des Kirchenvorstandes einem Darlehen für die Vorfinanzierung zu.

Für die Halle in Hunzenschwil sind noch bauliche Veränderungen nötig, für die der Bezirk ein Baugesuch einreichen wird, über das der Kirchenvorstand später entscheiden muss.

Neben der Halle wird der Bezirk auch das Projekt „Mobile Kirche“ weiter entwickeln, wo mit Hilfe von mobilem Material an ungewohnten Orten, wie zum Beispiel in einer Aula oder in einem Zelt, den Menschen vor Ort begegnet werden soll. Für dieses Projekt will der Bezirk durch eigene Sammlungen die dazu nötigen Finanzen erbringen.


Quelle: Kirchenvorstand / kirche+welt

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