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EMKNI - 22.07.2005   Zurück zur Übersicht

Welt: Erste weltweite Konferenz der EMK von gehörlosen und resthörigen Menschen

Zum ersten Mal hat eine weltweite Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) von gehörlosen und resthörigen Menschen stattgefunden. Mehr als 200 Personen nahmen an dieser Versammlung teil, die vom 14. bis 17. Juli 2005 in der Nähe von Baltimore/USA stattfand. Ziel der Konferenz war es, über die Höhepunkte von Jahren der Hoffnung, Träume und Pläne zu berichten. Hauptsächlich ging es aber um die Mission.

„Unser Traum ist es, dass durch die Mission hinaus getragen wird, dass wir alle unter einem Dach miteinander verbunden sind,“ sagte Peggy Johnson, Pfarrerin einer EMK-Gemeinde von Gehörlosen in Baltimore. In der EMK in den Vereinigten Staaten gibt es nur drei Gehörlosen-Gemeinden. „Es ist eine Konferenz, wo Menschen erzählen, was in der Mission bei den Gehörlosen in ihrem Land geschieht,“ so Pfarrerin Johnson. An der Konferenz wurden ÜbersetzerInnen für Gehörlose eingesetzt, die anhand der Gebärdensprache in sechs verschiedenen Sprachen übersetzten. Auch mit Computern wurde gearbeitet, die mit Echtzeit-Übersetzungsprogrammen den Teilnehmenden halfen, zu erfahren, was gehörlose Gemeinschaften in den verschiedenen Ländern im Bezug auf den Dienst und die Mission tun.

Die Methodisten in den Vereinigten Staaten haben eine lange Tradition der Aussendung von Missionaren für gehörlose Menschen. So werden seit 1850 Schulen für Gehörlose in Korea durch methodistische Missionare betreut. Eines der Resultate dieser Arbeit ist zum Beispiel die Arbeit von Pfarrer Joo Hai Kang, einem ordinierten Pfarrer der presbyterianischen Kirche, der den Dienst für gehörlose Gemeinschaften sowie für eine Gemeinde der EMK in der Jährlichen Konferenz von Illinois Great Rivers versieht. "Im Alter von zwei Jahren wurde ich gehörlos," sagte Pfarrer Joo Hai Kang, "und dann besuchte ich eine Schule für Gehörlose in Korea."
„Die Koreaner zum Beispiel nehmen wirklich richtungsweisende Dienste mit einer grossen Anzahl von ordinierten gehörlosen Pfarrern wahr,“ erzählte Pfarrerin Johnson. „So hoffen wir, viel von ihnen zu lernen, wie sie Evangelisationsarbeit tun.“

Die Konferenz war nicht darauf ausgerichtet, wie örtliche Gemeinden den Dienst für Gehörlose tun sollen, sondern sie war bestrebt, eine Hilfsquelle zu sein. „Eines der Ziele ist, eine Hilfsquelle für örtliche Gemeinden zu sein, die in den Dienst für Gehörlose oder Resthörige einsteigen wollen,“ sagte Michelle Menefee, die als Übersetzerin an der Konferenz tätig war. „Der Dienst für Gehörlose besteht nicht einfach nur darin, am Sonntag morgen im Gottesdienst zu übersetzen, sondern muss umfassender sein, wie die Kinder- oder Jugendarbeit.“ Sie erzählte, dass ihre Gemeinde vor acht Jahren begonnen hatte, einen Dienst für zwei oder drei Leute anzubieten, so dass resthörige Erwachsene und einige autistische Kinder teilnehmen konnten. „Wir kamen zum Punkt, wo wir merkten, dass wir den Dienst für eine viel grössere Gruppe versahen, ohne zu ahnen, dass dies geschehen würde,“ so Menefee. „Und wir hatten nicht gemerkt, dass Gott einen grosse Anzahl von Menschen bereit hat, über die wir gar nichts wussten.“


Quelle: EMKNI / United Methodist News Service

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