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EMKNI - 14.06.2005   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Connexio – Strukturanpassung und ein Fenster nach Afrika

An der Tagung der Jährlichen Konferenz (JK) Schweiz-Frankreich der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) auf St. Chrischona bei Basel wurde letzte Woche der Bericht von Connexio, dem Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK, durch die Co-Präsidentin Christine Schneider-Oesch und Andreas Stämpfli, Leiter der Geschäftsstelle von Connexio, vertreten.

Im dritten Jahr seit der Gründung von Connexio haben die Verantwortlichen Ziele und Aufgaben geklärt. In verschiedenen Bereichen kommt in den Formulierungen ein neues Denken zum Ausdruck. Andreas Stämpfli veranschaulichte es so: "Es gibt keine Schweizer Projekte im Kongo mehr, sondern nur noch kongolesische Projekte mit Schweizer Unterstützung."

Der Vorstand von Connexio nahm eine Strukturanpassung vor. Die Ressorts 'Begegnungsförderung', 'Öffentlichkeitsarbeit' und 'Mittelbeschaffung' werden zum Ressort 'Begegnungen und Kommunikation' vereinigt. Den Vorsitz übernimmt Denise Rütimann. Ebenfalls einen Wechsel gab es an der Spitze des Ressorts 'Finanzen': Adrian Wenziker übergab die Leitung an Alfred Steiner. Erfreulich war die Jahresrechnung 2004: Die Einnahmen konnten um rund Fr. 275'000.- auf rund 2,6 Mio. Franken erhöht werden. Connexio konnte den Verpflichtungen gegenüber Partnerorganisationen nachkommen.

Bei der Berichterstattung über Connexio war auch EMK-Bischof Katembo am Rednerpult anwesend und öffnete mit seinen Erfahrungen ein Fenster nach Afrika. Er stammt aus dem Demokratischen Republik Kongo, wo die EMK in neun Jährliche Konferenzen aufgeteilt ist. Allein in der Provinz Südkatanga hat die EMK als grösste protestantische Kirche eine geschätzte halbe Million Mitglieder. Die Kirche nimmt eine aktive Rolle in der Gestaltung der Zukunft des Landes ein, damit nach den schwierigen vergangenen Jahren ein normales Leben wieder möglich wird. So werden die Mitglieder aufgefordert, an den angekündigten Wahlen teilzunehmen. Auch kandidieren etliche Pfarrer für ein Amt. Angesprochen auf die Frage, ob auch im Kongo das Thema 'Gemeindegründung' eine Rolle spiele, antwortete der Bischof: "An jeder Tagung der Jährlichen Konferenz wird berichtet, wie viele neue Gemeinden entstanden sind." Neue Gemeinden sind im Kongo ein alltägliches Phänomen. Bischof Katembo dankte, dass auch Connexio und die EMK Schweiz-Frankreich dazu beitragen, dass sich die Kirche im Kongo so gut entwickelt.

Der Bericht von Connexio wurde von den Delegierten angenommen mit Dank an alle, die bei Connexio mitarbeiten.


Quelle: Urs Rickenbacher / EMKNI

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