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EMKNI - 21.06.2005   Zurück zur Übersicht

Estland: Erstmals Frauen zu Pastorinnen ordiniert

Am 17. und 18. Juni 2005 fand die Tagung der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Estland statt, die sich als historisch herausstellte. So wurden erstmals in der fast 100-jährigen Geschichte des Methodismus in Estland zwei Frauen zu Pastorinnen ordiniert: Maire Ivanova (27), Jugendpastorin aus Parnu, und Ele Paju (24), Pastorin in Voru. Estland war die einzige Jährliche Konferenz in der Zentralkonferenz der EMK von Nordeuropa, in der es bislang noch keine Pastorinnnen gab. Der Ordination waren schwierige theologische Debatten vorausgegangen.

Auch in der Leitung der Kirche gab es eine wichtige Veränderung. 26 Jahre lang hatte Superintendent Olav Parnamets die EMK in Estland geleitet. Nach der diesjährigen Wahl wurde Pastor Taavi Hollman (36) in dieses Amt berufen (nach der örtlichen Geschäftsordnung wird der Superintendent von den Delegierten gewählt und dann vom Bischof berufen). Taavi Hollman hat am Methodistischen Seminar der baltischen Staaten in Tallinn studiert und war anschliessend Pastor der Gemeinde in Tallinn.

Die bedeutsamen Veränderungen deuten an, dass die Evangelisch-methodistische Kirche in Estland einen starken Wandel durchmacht hin zu einer Vision von Kirche, die gerade von der jüngeren Generation getragen wird und die von vielen mit neuen Hoffnungen für die Zukunft gesehen wird.


Quelle: Üllas Tankler / Karl-Heinz Hecke (Übers.) / EMK Deutschland / EMKNI

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