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EMKNI - 30.06.2005   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Aktionstag für die Armutsbekämpfung auch in der Schweiz

Am internationalen „Whiteband Day", der morgen, am 1. Juli 2005, stattfindet, hilft die Kampagne StopArmut 2015 mit, dass die Anliegen der Armen auch in der Schweiz gehört werden. Mit den UNO-Millenniumszielen rückt eine Halbierung extremer Armut bis zum Jahr 2015 erstmals in den Bereich des Möglichen, so die Verantwortlichen von StopArmut 2015. Mit dieser Kampagne soll diese historische Chance genutzt werden. Am "Whiteband Day" werden morgen weltweit schätzungsweise 150 Millionen Menschen mit einem weissen Armband auf die Strasse gehen, um eine bessere Armutsbekämpfung zu fordern.

In der Schweiz können Passanten morgen vor der Heiliggeistkirche in Bern ab 10.00 Uhr ihre Wünsche an die Schweizer Regierung auf einem 20 Meter langen weissen Band niederschreiben und so die Forderung nach mehr Entwicklungshilfe und einem Schuldenerlass für die Länder des Südens bekräftigen, wie die Verantwortlichen schreiben. Um 16.30 Uhr werden viele Menschen, u.a. Pfarrer Ernst Sieber, Ines Adler, Generalsekretärin der Heilsarmee und Walter Donzé, EVP-Nationalrat, das Band zum Bundeshaus tragen, wo es zu Handen des Bundesrates übergeben wird.

"Wir verlangen nicht das Unmögliche," erklärt Markus Meury, Koordinator von StopArmut 2015. "Im Gegenteil: Wir fordern nur die Umsetzung von Versprechen, die alle schon gemacht wurden!" Auch die Schweiz hat die Millenniumsziele unterzeichnet und soll nun aktiv werden, wenn das grosse Ziel erreicht werden soll. Konkret soll sie ihre Entwicklungshilfe wie versprochen auf 0,7% des Bruttosozialprodukts steigern. Auch ein Schuldenerlass für die ärmsten Länder des Südens steht an – die G8-Länder sind bereits mit gutem Beispiel vorangegangen.

Die Kampagne StopArmut 2015 ist Teil des internationalen Netzwerks „Micah Challenge“ und wird von der Schweizerischen Evangelischen Allianz getragen. Weitere Informationen zur Kampagne finden sich im Internet auf der Website von StopArmut 2015.


Quelle: EMKNI / Medienmitteilung StopArmut 2015

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