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EMKNI - 23.03.2005   Zurück zur Übersicht

USA: Boykott gegen „Taco Bell“ beendet

Der Boykott gegen die Restaurantkette „Taco Bell“ wurde beendet. Die im US-Bundesstaat Florida beheimatete Koalition der Immokalee Arbeiter (Coalition of Immokalee Workers) hat mitgeteilt, dass am 8. März 2005 der Boykott gegen die Restaurantkette „Taco Bell“ beendet wurde, nachdem sie mit „Taco Bell“ übereingekommen waren, über die Arbeitsbedingungen und den Lohn der Arbeiter auf den Farmen zu verhandeln.

„Taco Bell“ wurde in den Vereinigten Staaten von einer Reihe von Organisationen und Kirchen boykottiert. Der Gesellschaft wurde vorgeworfen, die Arbeiter für die Lieferung von Tomaten auszunutzen. So haben die Tomatenpflücker zum Beispiel seit 20 Jahren keine Lohnerhöhung erhalten. Die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) hatte an ihrer Generalkonferenz am 1. Mai 2004 beschlossen, sich dem Boykott anzuschliessen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung mit der Koalition sagte Emil Brolick, Präsident von „Taco Bell“, dass die Gesellschaft anerkenne, dass "Floridas Tomatenpflücker nicht dieselben Rechte und Bedingungen wie Angestellte in anderen Industrien hätten und Reformen nötig seien". Jede Lösung müsste branchenweit zum Tragen kommen, aber „Taco Bell“ werde eine Führungsrolle einnehmen, um Teil der Lösung zu sein.

John Hill von der weltweiten Behörde der EMK für Kirche und Gesellschaft sagte, dass er von der Vereinbarung "überrascht und erfreut" sei und erwarte, dass andere Firmen dem Beispiel von „Taco Bell“ folgen würden. „Der Erfolg des Boykotts,“ so Hill, „hilft, all jene Skeptiker anzusprechen, die denken, dass solche ökonomischen Boykotte nicht wirksam wären.“


Quelle: Newscope / United Methodist News Service / EMKNI

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