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EMKNI - 24.03.2005   Zurück zur Übersicht

USA: Methodistin hat noch nie die Sonntagsschule verpasst

Mary Lou Pitzer, Foto: Kathy L. Gilbert, UMNSMary Lou Pitzer ist ein treues Mitglied der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK). Und sie hat, seit sie die Kirche besucht, noch nie die Sonntagsschule verpasst. Sie fing an, die Sonntagsschule zu lieben, als sie im Jahr 1953 Mitglied der EMK wurde. Sie war damals 11 Jahre alt und bald wurde sie Lehrerin für die zwei- und dreijährigen Kinder. "Ich hatte keinen Rekord im Kopf," sagt sie. Sie sei überrascht, dass andere Leute ihren Anwesenheitsrekord so grossartig finden würden. "Ich habe nie darüber nachgedacht; es ist einfach, was man tut, man geht zur Sonntagsschule.“ Sie ist auch Mathematiklehrerin an einer High School, und auch da hat sie noch keinen Tag gefehlt.

Die erste Kirche, bei der sie Mitglied war, war die United Methodist Morgan Chapel, eine kleine ländliche Gemeinde im Südwesten des US-Bundesstaates Virginia, die ihren Pfarrer mit einer anderen Kirche teilte. "Wir hatten nicht jeden Sonntag einen Gottesdienst, aber wir hatten jeden Sonntag Sonntagsschule," erzählt sie. "Sonntagsschule schien mir der Teil der Kirche zu sein, dem ich angehörte." Mary Lou Pitzer war nie krank, beide Kinder wurden an einem Sonntag geboren und auch da war sie in die Kapelle des Krankenhauses anwesend. Wenn die Familie Urlaub machte, war die Sonntagsschule Teil des Ferienziels. Sogar ihr Hochzeitstag wurde so arrangiert, dass sie die Sonntagsschule nicht verpassen musste.

Lachend erzählt sie, dass sie die Hochzeit für Sonntagnachmittag geplant hatte. "Ich habe mich geweigert, an einem Samstag zu heiraten, weil ich wusste, es wäre zu viel verlangt, ihn am Sonntag morgen in die Kirche zu schaffen," sagt sie. "Es schien für ihn keine grosse Sache zu sein, aber ich schätze, für die meisten Leute war es eine Veränderung - die meisten Hochzeiten finden Samstags statt. Das war eine der grössten Entscheidungen, die ich je treffen musste."

Mary Lou Pitzer hat nicht ständig darauf bestanden, dass ihr Mann und ihre beiden Kinder sie in die Kirche begleiteten würden, aber meistens sind sie mitgegangen. Ihre Tochter Valerie Wicks, selber Mitglied der EMK, erzählt: „Jemand fragte mich: ‚Habt ihr euch nie beschwert?' und, nein, es war einfach eine Erwartung – Du gehst in die Kirche, und das war's. Ich bin mit der Erwartung aufgewachsen, dass man jeden Sonntag zur Sonntagsschule und in die Kirche geht. Wir haben uns nie gestritten und nie beschwert."

Nicht immer besuchten sie nur die Sonntagsschule der EMK, zum Beispiel, wenn die Familie auf Reisen war. "Ich bin in einer Mormonenkirchen, in Kirchen der Presbyterianer, Episcopalen, Baptisten und Katholiken gewesen," erzählt Mary Lou Pitzer. Ihr Mann Gene, auch Mitglied der EMK, sagt, dass es manchmal schon schwierig war, eine Kirche um 10 Uhr an einem Sonntag zu finden. "Manchmal wurde es sehr knapp. Ich glaube, wir waren vielleicht ein paar Minuten zu spät für einige Gottesdienste, aber wir haben es immer geschafft." Auf meinen Reisen habe ich so viel von den anderen Kirchen gelernt, wie Menschen glauben," sagt Mary Lou Pitzer. "Sie öffnen ihre Herzen in der Sonntagsschule...Du fühlst Dich als Teil von Gottes Werk."

Ihre Kirchgemeinde, die St. Matthias United Methodist Church, in Fredericksburg im US-Bundesstaat Virginia veranstaltete einen Empfang, um Pitzers Leistungen zu feiern und sie bekam einen Brief von Bischöfin Charlene Kammerer von der Jährlichen Konferenz der EMK von Virginia.

An den meisten Sonntagen besuchen unterdessen schon die Enkelkinder von Mary Lou Pitzer die Sonntagsschule. So liebt zum Beispiel ihre elfjährige Enkeltochter Brandi die Sonntagsschule auch und hofft, eines Tages den Rekord ihrer Grossmutter brechen zu können.


Quelle: United Methodist News Service / EMKNI

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