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EMKNI - 18.05.2005   Zurück zur Übersicht

Nigeria: Interner Konflikt in der EMK

Schon seit längerem gibt es einen schweren internen Konflikt in der nigerianischen Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK). Versuche der westafrikanischen Zentralkonferenz und der Bischöfe Joseph Humper und Arthur Kulah, zwischen Bischof Peter Dabale und der Oppositionsgruppe in der nigerianischen EMK zu vermitteln, sind gescheitert. Ende April hat sich die Lage dann dramatisch zugespitzt. Nach einem Gottesdienst in der methodistischen Kathedrale in Jalingo kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen in der Kirche. Der Gouverneur des Bundestaates Taraba hat die methodistischen Kirchen in Jalingo gesperrt. Auch das Bischofssekretariat ist seitdem von der Polizei abgesperrt und es ist kein Zugang möglich.

Die Weltmission der EMK in Deutschland ist mit Ina Schönfeld-Dabale in Kontakt. Ihr Mann, Dearsley Dabale, wurde in Jos verhaftet und im Gefängnis in Jalingo festgehalten. Er kam aber nach einer Woche auf Kaution wieder frei. Dearsley Debale wird angeschuldigt, einer der Anführer der gewalttätigen Auseinandersetzungen gewesen zu sein. Zusammen mit Ina Schönfeld-Dabale hofft die Weltmission, dass möglichst umgehend seine Unschuld nachgewiesen werden kann.

Der Bischofsrat der weltweiten EMK hat, wie Bischöfin Rosemarie Wenner berichtet, die Entscheidung der westafrikanischen Zentralkonferenz vom Februar in Abidjan, Elfenbeinküste, bestätigt und Bischof Dabale ab dem 6. Mai für ein halbes Jahr beurlaubt. Ziel dieser Massnahme ist es, mit Hilfe eines durch den Bischofsrat eingesetzten Interimsbischofs Versöhnung und eine friedliche Entwicklung in der Kirche zu ermöglichen.

Die Weltmission bittet darum, für die Menschen in Nigeria, die in diesen Konflikt mit hineingezogen sind, zu beten. Mit der dortigen EMK ist die Weltmission seit vielen Jahrzehnten partnerschaftlich verbunden.


Quelle: Thomas Kemper, Weltmission der EMK in Deutschland / EMKNI

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