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EMKNI - 10.11.2005   Zurück zur Übersicht

Welt/Schweiz: Friedensnobelpreisträger und Methodist John Raleigh Mott geehrt

Der Friedensnobelpreisträger und Methodist John Raleigh Mott ist am 4. November 2005 in Genf am Hauptsitz des Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) geehrt worden. Mott starb vor 50 Jahren, am 31. Januar 1955, und war der erste Ehrenpräsident des ÖRK.

Pfarrer Samuel Kobia, Generalsekretär des ÖRK und selber Methodist, nahm ein Geschenk entgegen und zwar ein Bild von Mott, gestiftet vom Christlichen Studentenweltbund (Student Christian Federation), zu deren Gründern Mott gehörte sowie deren Ämter als Generalsekretär und Vorsitzender er bekleidete. Es waren diese Rollen, und als Präsident vom Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM), die Mott halfen, ein Netzwerk von Bewegungen, Konferenzen, Agenturen und Kirchen zu bilden, die 1948 die Schaffung des Ökumenischen Rats der Kirchen möglich machten, stellte Kobia fest.

John Raleigh Mott wurde 1865 als Sohn eines Farmers im US-Bundesstaat Iowa geboren und streng im methodistischen Glauben erzogen. Er begann ein Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte, entschied sich allerdings noch während des Studiums dazu, Theologe zu werden und sein Leben in den Dienst des Christentums zu stellen. Mott wirkte erst als methodistischer Laienprediger und erhielt 1888 seine Graduierung an der Cornell University in Ithaca. Er bekleidete, wie erwähnt, Ämter beim Christlichen Studentenweltbund und beim CVJM. Während mehr als 40 Jahren bereiste er eine Reihe von Nationen, um für die internationale Missionsarbeit zu werben. Er gehörte zu den Organisatoren der ersten Weltmissionskonferenz 1910 in Edinburgh, zu der über 1.000 Delegierte anreisten. Auf dieser Konferenz wurde der Grundstein zur internationalen Koordination der Missionsarbeit sowie zur modernen ökumenischen Bewegung gelegt, ausserdem wurde die Gründung eines Internationalen Missionsrates beschlossen, der sich aus Vertretern nationaler Räte zusammensetzen sollte. Dieser Plan wurde 1921 realisiert und John Raleigh Mott wurde zum ersten Präsidenten dieser Vereinigung gewählt. Die Bestrebungen zur Förderung der Ökumene gipfelten 1948 in der Gründung des Ökumenischen Rats der Kirchen. Im Jahr 1946 erhielt er den Friedensnobelpreis gemeinsam mit Emily Greene Balch für seinen Einsatz für die ökumenische Bewegung und sein Wirken im internationalen Missionsdienst. John Raleigh Mott starb 89-jährig im Jahr 1955 in Orlando im US-Bundesstaat Florida.


Quelle: EMKNI / UMNS / Teile der obenstehenden Meldung basieren auf dem Artikel „John Raleigh Mott“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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