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EMKNI - 17.11.2005   Zurück zur Übersicht

Schweiz: SEA ist gegen Ausdehnung der Sonntagsarbeit

Am 27. November 2005 kommt in der Schweiz das revidierte Arbeitsgesetz zur Abstimmung. Die Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) sagt deutlich nein dazu, weil sie mit der Ausdehnung der Sonntagsarbeit nicht einverstanden ist. Sie sieht darin einen weiteren Schritt zur Wandlung des Sonntags in einen gewöhnlichen Werktag. Das Sonntagsshopping entspricht keinem notwendigen Bedürfnis.

Die Schweizer Kirchen haben sich bei der letzten Revision des Arbeitsgesetzes stark für die Beibehaltung des Arbeitsverbotes am Sonntag eingesetzt. Schon 1996 hat sich die SEA gegen das zur Abstimmung gebrachte Arbeitsgesetz ausgesprochen.

Der Sonntag ist im christlichen Glauben ein zentraler und wichtiger Tag, ein Tag der Ruhe und Einkehr, ein Tag des Gottesdienstes und der speziellen Begegnung mit Gott. Ein gemeinsamer arbeitsfreier Erholungstag für die Ruhe und Besinnung sowie als Gelegenheit zur Gemeinschaft in Familie und Kirche ist für praktizierende Christinnen und Christen eine wichtige Voraussetzung für die Ausübung ihres Glaubens. Eine Liberalisierung der Sonntagsarbeit ist deshalb gleichzeitig auch eine Einschränkung der religiösen Freiheit der Christinnen und Christen unseres Landes.

Aus der Sicht der SEA besteht keine Notwendigkeit zur Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten im Verkauf. Das Sonntagsshopping entspricht keinem breiten Bedürfnis. Die verbleibenden sechs Wochentage genügen für die notwendigen Einkäufe vollauf. Für Notfälle bestehen bereits genügend Alternativen.


Quelle: Medienmitteilung SEA (fh.) / EMKNI

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