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EMKNI - 30.11.2005   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Amokläufer vor Gericht

Vor dem Stuttgarter Landgericht hat heute der Prozess um den tödlichen Amoklauf mit einem Samurai-Schwert in einer Evangelisch-methodistischen Kirche begonnen. Die Staatsanwaltschaft will die Unterbringung des 25jährigen Mannes aus Sri Lanka in der Psychiatrie erreichen, weil er ihrer Auffassung nach unter Wahnvorstellungen leidet. Der Mann sei psychisch krank und schuldunfähig. Er hatte eine 43jährige Frau getötet und drei weitere Menschen schwer verletzt. Die Tat ereignete sich am Sonntag, dem 3. April 2005, in der Evangelisch-methodistischen Christuskirche in Stuttgart, wo sich eine Tamilen-Gemeinde zum Gottesdienst versammelt hatte (siehe auch EMKNI-Meldungen u.a. vom 03.04.2005 und 11.04.2005).

Der Angeklagte lebt seit dem Jahr 1998 als Asylbewerber in Deutschland und wohnte im Raum Esslingen. Zum Motiv der Bluttat hatte es geheissen, der Mann habe die Tochter eines Gemeindemitglieds heiraten wollen, was sie jedoch ebenso wie ihre Eltern abgelehnt habe. Der Amokläufer hatte nach seiner Festnahme gesagt, im Auftrag Gottes gehandelt zu haben.

Die Anklage lautet auf Totschlag und versuchten Totschlag. Das Urteil wird am 14. Dezember erwartet.


Quelle: welt.de / EMKNI

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