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EMKNI - 11.10.2005   Zurück zur Übersicht

USA: „Bekennende Bewegung“ veröffentlicht Einigkeitserklärung

Die „Bekennende Bewegung“ („Confession Movement within the United Methodist Church“), eine inoffizielle Fraktion innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in den Vereinigten Staaten hat eine Proklamation veröffentlicht, in der sie eine "ernsthafte Achtung auf die Einigkeit und die Grundlage dieser Einigkeit" willkommen heisst. Mehr als 300 Teilnehmer an der jährlichen Versammlung der „Bekennenden Bewegung“ stimmten der Proklamation am 24. September 2005 zu. Die „Bekennende Bewegung“ entstand im Jahr 1994 durch eine Gruppe von Methodisten und setzt sich für die Beibehaltung von traditionellen Werten der EMK ein.

Die Proklamation, als zweiseitiges Dokument mit dem Titel "Einigkeit in Christus, damit die Welt glauben kann", erscheint als Reaktion auf die Diskussion während der Tagung der Generalkonferenz 2004 der weltweiten EMK und die Ernennung einer "Einigkeitsarbeitsgruppe" ("Unity Task Force") durch den methodistischen Bischofsrat.

Das Dokument wurde im Namen des Vorstandes von Maxie Dunnam, Vizepräsident der „Bekennenden Bewegung“ und Kanzler des Asbury Theological Seminary in Wilmore, Kentucky, vorgestellt. Im beschlossenen Dokument wird festgehalten, dass "echte Einigkeit innerhalb der Kirche weder durch religiöse Gefühle, aufrichtige Frömmigkeit, tote Orthodoxie, feste Klauseln in Bezug auf Besitz, noch Bitten an eine institutionelle Autorität und Loyalität gesichert sei." Es definiert echte Einigkeit "als ein kostbares Geschenk des Heiligen Geistes ... verwurzelt in dem Evangelium von Jesus Christus, bezeugt in der Heiligen Schrift, zusammengefasst in ökumenischen Glaubensbekenntnissen, gefeiert in Gottesdiensten und Sakramenten, aufgezeigt in der gemeinsamen Mission, artikuliert in unserer Lehre, ausgelebt in Liebe und ausgefochten von Gläubigen."

Im Dokument wird fesgehalten, dass die Einigkeit einer offiziellen Doktrin, einer sorgfältigen Lehrtätigkeit des apostolischen Glaubens durch Verantwortliche in der Kirche und die Aufrechterhaltung der Disziplin als verbindliches Versprechen des Vertrauens bedarf. Das Dokument zitiert auch "Handlungen, die zur Uneinigkeit beitragen" einschliesslich Nachlässigkeit im Bezug auf das Evangelium, Ungehorsam gegenüber den Grundsätzen der kirchlichen Doktrin, Behauptungen über neue Offenbarungen, welche die Autorität des Evangeliums und die bewiesene Moral der Kirche beiseite schieben, und "das Aufgeben eines Lebensstils, das mit der christlichen Jüngerschaft unvereinbar ist.“

Die Proklamation hält fest, dass abweichende Meinungen unvermeidbar seien. "Prinzipientreue abweichende Meinungen sollten durch christliche Konferenzen auf Übereinstimmung mit dem Evangelium und den Grundsätzen der kirchlichen Doktrin geprüft werden."

Mehrere Teilnehmer an der Versammlung sagten, dass der Teil über abweichende Meinungen hätte stärker formuliert sein sollen, aber Dunnam erklärte, dass diejenigen, die die endgültige Stellungnahme entworfen hätten, "keine Art von Warnung oder Bedrohung für die Kirche übermitteln wollten." Ein Teilnehmer wusste "den reinen Geist" zu schätzen und sagte, dass es wichtig wäre, ihn so beizubehalten. Ein anderer Teilnehmer sagte, "wir brauchen eine Ziellinie-Haltung. Ich bin es leid, in der Defensive zu sein. Ich habe keine Angst, über eine ‚freundliche Trennung’ zu reden." Dunnam erinnerte die Gruppe an ihre Vision der Einigkeit. "Wir werden uns mit dem 'was wäre wenn' befassen, wenn das 'was wäre wenn' auftaucht.“


Quelle: EMKNI / Newscope

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