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EMKNI - 28.10.2005   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Connexio – Begegnungstage unter dem Thema „ARM IN ARM – Gemeinsam der Armut begegnen“

Am Samstag und Sonntag, 22./23. Oktober 2005, gingen in Lenzburg die Connexio - Begegnungstage unter dem Thema „ARM IN ARM - Gemeinsam der Armut begegnen“ über die Bühne. Rund 300 grosse und kleine Gäste aus dem In- und Ausland liessen sich begeistern und entdeckten missionarische und diakonische Netzwerke von Connexio und der Evangelisch-methodistischen Gemeinde 3x3 Region Lenzburg.

Die Gäste wählten ab 14h00 aus dem starken Angebot aus. Mit einem Tanz-Workshop, einer Algerienpräsentation, Lobpreis und Basteln von Halsketten startete die Tagung simultan. Ausstellungen zu Lateinamerika, Asien, Afrika, Mitteleuropa-Balkan und Schweiz-Frankreich konnten gleichzeitig während der ganzen Tagung besucht werden, während für die Kleinen Basteln und Spielen in den einzelnen Weltregionen angesagt war.

«Mehr Aufmerksamkeit für die Armen und die Wurzeln der Armut» war das Anliegen von Bischof Heinrich Bolleter in der Podiumsdiskussion mit Nationalrat Geri Müller, Grüne Partei. Bischof Bolleter erwähnte die 189 Staatschefs, welche die Milleniumsziele - Halbierung der Armut bis ins Jahr 2015 - unterzeichnet haben. In evangelischen Kreisen ist es die «StopArmut 2015»-Kampagne, die dieselben Ziele mitträgt. «Haben wir als Evangelisch-methodistische Kirche diesen Aufruf schon mitbekommen?», war seine Frage. Connexio unterstützt die «StopArmut 2015 Kampagne».

Weiteren Gesprächsstoff lieferte Nationalrat Geri Müller mit folgender Aussage: «Wenn die gesamte Erdbevölkerung so konsumiert wie wir hier, so benötigten wir sechs Erdbälle». Er führte aus, dass die heutigen Kriege praktisch alle in Ländern stattfinden, welche enorme Erdölvorkommen aufweisen. Und Krieg ist auch eine Wurzel, die zu Armut führt.

Das Samstagprogramm ging weiter mit einem Theaterstück der Gruppe Bidonville und endete in einem Kinoabend mit zwei Missionsfilmen.

Den Gottesdienst am Sonntag gestalteten Bischof Heinrich Bolleter, Bischof Pedro Grandón aus Chile und Dr. Samuel Munene aus der DR Kongo mit ihren Erfahrungen zur Armut. Gleichzeitig feierten die Kleinen ihren eigenen Gottesdienst. Am Nachmittag wurden weitere Workshops für Gross und Klein angeboten, wie z.B. Basteln mit Recylingmaterial. Die Begegnungstage schlossen mit einem Segen für alle Gäste im letzten Forum. Auf die Frage, wie er denn diesen Tag erlebt hatte, meinte ein kleiner Teilnehmer: «Wann gehen wir wieder nach Lenzburg?»


Quelle: Mario Dall'Oglio, Connexio

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