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EMKNI - 12.09.2005   Zurück zur Übersicht

Serbien: Christuskirche in Vrbas neu eröffnet

Gestern, am Sonntag, dem 11. September 2005, wurde die wiederhergestellte Christuskirche in Vrbas neu eröffnet. Rund 60 Jahre sind vergangen, seit die deutschen Siedler, welche in dieser Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) ein- und ausgingen, die Stadt fluchtartig verlassen mussten. Das war 1944, als die russischen Truppen sich der Stadt näherten. Seither war die Kirche verlassen und auch sehr baufällig geworden. Mit der Hilfe von ehemaligen Vrbassern, welche heute über den ganzen Globus verstreut sind, wurde die Kirche wiederhergestellt.

400 Menschen sind zur Wiedereröffnung gekommen, davon etwa 50 Gäste aus dem Ausland. Der Anlass wurde zusammen mit den Einheimischen und den Gästen aus aller Welt ein richtiges Versöhnungsfest! Mit vielen Zeugnissen der ehemaligen Kirchenglieder durfte ein Stück Geschichte aufgearbeitet werden. Der Stadtpräsident von Vrbas hatte alle Ehemaligen und andere Gäste am Samstagabend zu einer Begegnung eingeladen. Der Minister für Kultur hatte auch an den Feierlichkeiten teilgenommen.

Als vor wenigen Jahren in Vrbas eine neue, mehrheitlich serbische, Gemeinde entstand, wagte kaum jemand zu hoffen, dass die Evangelisch-methodistische Kirche in der Woiwodina die Kraft und die Mittel finden könnte, die Kirchenruine mit den zwei grossen Türmen wieder instand zu stellen. Aber das unerwartete wurde auf wundersamen Wegen und dank dem persönlichen Einsatz vieler möglich. Die Christuskirche ist das grösste historische Kirchengebäude der EMK in Südosteuropa.

Mit dem Namen “Christuskirche“ wird ausgesprochen, dass in dieser Kirche alle willkommen sind: Serben, Slowaken, Ungaren, Deutsche, einfach alle. Wo Christus in der Mitte ist, können sich Menschen vergeben und sich gegenseitig annehmen.


Quelle: Heinrich Bolleter, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche von Mittel- und Südeuropa

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