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EMKNI - 03.04.2006   Zurück zur Übersicht

Überschwemmungen in der Tschechischen Republik

Es ist noch nicht so lange her, als die Flüsse in der Tschechischen Republik über die Ufer traten und grosse Verwüstungen anrichteten. Und nun ist das Wasser wieder da, mit seiner ganzen zerstörerischen Kraft. Viele Menschen schauen in diesen Tagen besorgt Richtung Osten und fragen sich, wie es ganz besonders auch den Mitgliedern und Freunden der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) gehe. Ein aktueller Bericht aus der tschechischen Hauptstadt Prag:

Am vergangenen Samstag, 1. April 2006, ist in Prag eine Distriktskonferenz durchgeführt worden, an der auch die Überschwemmungen thematisiert worden sind. Superintendent Josef Cervenaks Frage nach möglichen Problemen und Schäden ist glücklicherweise praktisch von allen Anwesenden negativ beantwortet worden. Im Moment ist also keine Liegenschaft schwer betroffen. Ausnahme ist Poust, wo die Wiese bis zur Abwasserreinigungsanlage des Jugendzentrums überschwemmt ist.

In folgenden hochwassergeschädigten Regionen gibt es Mitglieder der EMK und EMK-Gemeinden:

Znojmo
Die Altstadt, in der auch die Lokalitäten der EMK liegen, ist auf einer Anhöhe und somit oberhalb der überschwemmten Gebiete. Es gibt auch keine Meldungen über EMK-Mitglieder, die Schäden an ihren Liegenschaften zu verzeichnen hätten.

Novy Prerov, Drnholec, Novosedly, Jevisovka (Bezirk Mikulov)
Es hat sich ein rund 1000 Hektar grosser See gebildet, der Felder und den Fussballplatz in Novosedly sowie einzelne Häuser unter Wasser gesetzt hat.

Litomerice und Umgebung
Es gibt viele beschädigte Dörfer – auch solche, die schon vor vier Jahren betroffen waren und damals unter grossem Aufwand renoviert wurden (Kresice, Zalhostice, Pocaply usw.). Genaue Daten über EMK-Mitglieder, die Schäden zu verzeichnen hätten, liegen dem Superintendenten der EMK allerdings auch hier nicht vor.

Prag und Plzen
Hier ist die Situation viel besser als bei der letzten Überschwemmung, was auch damit zusammenhängt, dass nach den jüngsten schlimmen Erfahrungen neue Hochwassersperren gebaut worden, und dass die Verantwortlichen damit viel besser auf die schwierige Situation vorbereitet sind.

Gustav Cerny, der Verantwortliche von «Teen Challenge», der Suchtkrankenarbeit der EMK in der Tschechischen Republik, wies allerdings darauf hin, dass das Wasser trotz aller Vorsichts- und Sicherheitsmassnahmen «immer noch viel schneller als die Menschen» sei. In diesem Sinn sind die Verantwortlichen der EMK in der Tschechischen Republik weiterhin für alle Gebete und für alle Zeichen der Anteilnahme und Verbundenheit von Herzen dankbar.


Quelle: Urs Schweizer, Assistent des Bischofs Heinrich Bolleter

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