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EMKNI - 07.08.2006   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Evangelische Allianz will sich bei UNO stärker für Menschenrechte und Religionsfreiheit einsetzen.

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) eröffnet in diesen Tagen in Genf ein neues Büro, eingemietet im Sekretariat des französischsprachigen Zweiges der Schweizerischen Evangelischen Allianz. Die WEA versteht diesen Schritt als Teil ihres langfristigen Einsatzes für die verfolgte Kirche und tut ihn in der Absicht, mehr Einfluss auf die Mächtigen in der UNO auszuüben.

„In einer Zeit, in der Probleme globaler und komplexer werden, ist es entscheidend, dass die WEA ihre Auftritte auf der Weltbühne erweitert“, sagte Geoff Tunnicliffe, Internationaler Direktor der World Evangelical Alliance (WEA). „Ein Büro in Genf zu eröffnen, gibt uns die Möglichkeit, mehr Einfluss auf die Welt und ihre Meinungsmacher zu nehmen.“ Tunicliff drückte auch seine Dankbarkeit gegenüber der Schweizerischen Evangelischen Allianz für ihre Unterstützung aus. Die Romands teilen nun ihre Räumlichkeiten und ihre Infrastruktur in Genf mit den Mitarbeitenden der WEA.

Gemäss Janet Epp Buckingham, Direktorin des Ressorts „Recht und Politik“ der Kanadischen Evangelischen Allianz, hat das neue Genfer Büro strategische Bedeutung für die Verteidigung der Menschenrechte, denn für das „Human Rights Council“ der UNO, das dreimal im Jahr zusammenkommt, ist Genf klar der Dreh- und Angelpunkt. „Dieser Ort wird der Brennpunkt für den weltweiten Einsatz im Bereich der Religionsfreiheit sein“, sagte Buckingham. Dem Büro komme generell eine wichtige Rolle in der Zusammenarbeit der Evangelischen Allianz mit den Vereinten Nationen zu, meinte auch Johan Candelin, Leiter der WEA-Kommission für Religionsfreiheit.

Letztlich begrüssen ebenso die Schweizer Allianzvertreter die Eröffnung des WEA-Office in Genf. Hansjörg Leutwyler, Nationalsekretär der SEA, sieht darin nicht nur eine Stimme bei der UNO für die verfolgte Kirche, die neue Einrichtung gebe „auch der Evangelischen Allianz in unserem Lande ein Gesicht und Profil.“ Es sei vordringlich, dass die WEA bei der UNO die Stimme für diejenigen erhebe, die um ihres Glaubens willen leiden müssten, sagte auch Jean-Paul Zürcher, Generalsekretär des Réseau évangélique, dem frankophonen Teil der SEA. „Manchmal haben die Evangelischen etwas Angst vor internationalen Organisationen. Aber ich glaube, dass es ein Segen sein wird, sich für die Schwachen stark zu machen und sich bei den Mächtigen dieser Welt für jene einzusetzen, die keinen Stimme haben“, so Zürcher.

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) besteht aus 127 nationalen Allianzen in sieben Erdteilen und aus 104 Organisationen. Sie fördert die Einheit unter evangelischen Christen, ist Identität, Stimme und Plattform für rund 420 Millionen Christinnen und Christen.


Quelle: Medienmitteilung der SEA

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