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EMKNI - 30.08.2006   Zurück zur Übersicht

Irland: Der Fonds «Mission in Europa» und die Transparenz

Am kommenden Freitag, 1. September 2006, werden in Dublin/Irland Vertreterinnen und Vertreter methodistischer Kirchen in acht verschiedenen europäischen Ländern zusammen kommen. Sie werden sich über die missionarische und diakonische Arbeit methodistischer Kirchen in Europa austauschen, und sie werden ausserdem über die finanzielle Unterstützung verheissungsvoller oder schlicht notwendiger Projekte und Arbeitszweige beschliessen. Dieser Austausch und die Unterstützung geschehen im Rahmen des Fonds «Mission in Europa», eines vor gut 15 Jahren vom Europäischen Rat methodistischer Kirchen ins Leben gerufenen Instruments der gegenseitigen Ermutigung und Solidarität.

Der Fonds «Mission in Europa» will methodistische Gemeinden aufbauen oder neu zu beleben helfen und hat vor allem folgende vier Schwerpunkte im Blickfeld:

- Förderung der Eigenständigkeit der «empfangenden» Kirchen
- Theologische Aus- und Weiterbildung
- Sozial-diakonische Aktivitäten, die eng mit einer Ortsgemeinde verbunden sind, aber über deren Grenzen hinaus wirksam sind
- Eine lernende Kirche sein, die neue Formen eines glaubwürdigen Zeugnisses sucht

Zwar fliesst die finanzielle Hilfe hauptsächlich in die ost- und südosteuropäischen Länder und nach Russland, wo die oft armen und arbeitslosen Glieder und Freunde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) nach wie vor auch die elementaren Dinge des Kircheseins nicht mit eigenen Mitteln finanzieren können. Es werden daneben allerdings auch Projekte in Deutschland, Portugal, Frankreich und Österreich unterstützt.

In Europa tun viele Menschen viel Gutes. Dies gilt auch für die methodistischen Kirchen. Dabei immer transparent zu sein und somit eine ausgleichende Gerechtigkeit zu ermöglichen, ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung, die auch an der diesjährigen Tagung des Fonds «Mission in Europa» zur Sprache kommen wird. Hans Växby, Bischof der EMK in Eurasien, nahm schon im Vorfeld der Begegnung zu diesem Thema Stellung: «Mein allgemeiner Rat an die Pfarrerinnen und Pfarrer war seit jeher: Berichtet in euren Abrechnungen immer über alle erhaltenen finanziellen Gaben und auch darüber, was ihr mit dem Geld gemacht habt. Dieser Verwendungszweck ist immer verhandelbar - aber wenn ihr denkt, irgend etwas verstecken zu müssen, dann ist diese Sache mit grosser Wahrscheinlichkeit falsch.»


Quelle: Urs Schweizer, Geschäftsführer des Fonds «Mission in Europa»

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