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EMKNI - 11.12.2006   Zurück zur Übersicht

Tschechische Republik: Ehemaliger Superintendent Dr. Vilem Schneeberger verstorben

Dr. Vilem Schneeberger im Oktober 2006Am vergangenen Samstag, 9. Dezember 2006, haben Mitglieder und Freunde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Tschechischen und der Slowakischen Republik in einem Gottesdienst Abschied von Dr. Vilem Schneeberger genommen. Er war am Sonntag, 3. Dezember 2006, in Prag im Alter von 78 Jahren verstorben.

Der 1928 geborene Vilem Schneeberger fand nach dem Zweiten Weltkrieg - in einer Zeit der Erweckung unter der Jugend seines Landes - seinen Weg in die EMK. Nach dem Theologiestudium an der Evangelisch-Theologischen Comenius-Fakultät in Prag wurde er Pastor der EMK in der damaligen Tschechoslowakei. Vilem Schneebergers erste Dienstzuweisung führte ihn in die Gemeinde Prag-Nove Mesto, seine zweite später nach Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neisse).

1952 heiratete Vilem Schneeberger seine Frau Vera. Ihrer 54-jährigen Ehe entsprangen die beiden Söhne Daniel und Petr.

Ende der Sechziger Jahre trat mit Vilem Schneebergers Amtseinsetzung als Superintendent nach der Gründergeneration die Nachkriegsgeneration in die Leitung der EMK in der damaligen Tschechoslowakei. 1972 legte er an der Tschechoslowakischen Theologischen Hus-Fakultät eine Dissertation über das Thema «Theologische Wurzeln des sozialen Akzents bei Wesley» vor und wurde zum Doktor der Theologie promoviert. Nachdem er seiner Kirche während 21 Jahren in der Leitungsfunktion eines Superintendenten gedient hatte, stellte er im Juni 1989 sein Amt zur Verfügung, um anschliessend - bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1999 - noch einmal als Pastor zu wirken, dies in Prag-Strasnice.

Dr. Vilem Schneeberger war ein sehr aktiver und in vielen Bereichen tätiger Mensch - nicht nur in seiner Heimat, sondern auch darüber hinaus. So nahm er sechsmal als Delegierter an der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa teil und war an den Wahlen der Bischöfe Dr. Franz W. Schäfer und Heinrich Bolleter beteiligt. Von 1969 bis 1989 arbeitete er im Exekutivkomitee der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa mit. Ausserdem wirkte er jeweils während rund zwei Jahrzehnten in den Zentralkonferenz-Arbeitsgruppen für Kirche und Gesellschaft (1964-1985) sowie für Theologie und Predigtamt (1973-1993) mit.

Daneben war er auch ein über die Landesgrenzen hinaus gern gesehener Redner, und dank seiner ausgezeichneten sprachlichen und theologischen Fähigkeiten wirkte er noch bis zuletzt als Autor und Übersetzer methodistischer Literatur.


Quelle: Superintendent Josef Cervenak, Prag / Urs Schweizer, Zürich

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