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EMKNI - 13.12.2006   Zurück zur Übersicht

Schweiz/Welt: Bischof Bolleters Überlegungen als Vertreter des World Methodist Councils am Ökumenischen Rat der Kirche

Bischof i. R. Heinrich BolleterIm Juli wählten die rund 500 Delegierten des Weltrates methodistischer Kirchen (World Methodist Council/WMC) Bischof i. R. Heinrich Bolleter (65) zum neuen «Geneva Secretary», eine 20% Stelle, des WMC. Ab Januar 2007 und voraussichtlich für eine Dauer von fünf Jahren, wird Bischof Bolleter das WMC in Genf vertreten. Diese Aufgabe entspricht einer 20%-Stelle.

Gegenüber dem United Methodist News Service äusserte Bolleter, er werde das WMC an besonderen ökumenischen Anlässen vertreten wie z.B. an den Sitzungen des Zentralkomitees des Ökumenischen Rates der Kirchen sowie an den Versammlungen des Lutherischen Weltbundes und des Reformierten Weltbundes. Er wolle dort "helfen, die Sicht des Weltrats methodistischer Kirchen den anderen Kirchenfamilien zu vermitteln".

Auch interreligiöse Themen sind Bolleter ein Anliegen. "Ich denke, dass wir in Europa aufgeweckt wurden durch die Anwesenheit von Moslems in unserer Gesellschaft." Die Anwesenheit verlange nicht nur auf organisatorischer und staatlicher Ebene den Dialog, sondern auch im lokalen Bereich, so Bolleter. "Wir müssen die Menschen sehen und mit ihnen zusammen kommen, um offener zu werden für unsere unterschiedlichen Sichtweisen und den unterschiedlichen kulturellen Hintergrund."

Protestanten in Europa haben laut Bolleter eine eigene Patchwork-Religion entwickelt. Auch wenn sich viele als Christen bezeichnen, würden sie den Glauben nicht aktiv leben. "Die Kirchen sind in einer Situation, in der sie beweisen müssen, dass sie den Menschen wirklich dienen können", fügt Bolleter an.

Bischof Bolleter werde eng mit Pfarrer Rober Gribben (Australien), dem neuen Vorsitzenden des WMC-Auschusses für Ökumene und Dialog zusammenarbeiten. Eines seiner Anliegen sei, dass "die Stimme der Protestanten aus dem Süden" von den europäischen Protestanten gehört wird."

Aber auch innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) wird Bischof i. R. Heinrich Bolleter noch einige Aufgaben weiterführen. So behalte er die Aufsicht über die EMK-Gemeinden in Kroatien und Albanien wo neue EMK-Gemeinden entstanden sind und noch manches im Fluss sei, so Bolleter.

Zur Wahl von Bischof Bolleter in diese Aufgabe lesen Sie bitte die EMKNI-Meldung unter http://emknews.umc-europe.org/2006/juli/21-01.php vom 21. Juli 2006.


Quelle: United Methodist News Service

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