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EMKNI - 25.01.2006   Zurück zur Übersicht

Welt: Methodistischer Friedenspreis 2005 geht an Bischof Lawi Imathiu

Der Kenianer Lawi Imathiu, ein methodistischer Bischof im Ruhestand, ist der Empfänger des Methodistischen Friedenspreises 2005. Er wird den Preis an einer Feier am nächsten Sonntag, dem 29. Januar 2006, von Sunday Mbang, Vorsitzender des Weltrats Methodistischer Kirchen, in der Kenya Methodist University in Meru, Kenia, entgegennehmen.

Imathiu war Präsident des Weltrats von 1986 bis 1991 und der erste Afrikaner in diesem Amt. Jetzt, im Ruhestand, arbeitet er als Sekretär für die Abteilung Weltevangelisation des Weltrats.

Als Idi Amin, ein brutaler politischer Tyrann, im Jahr 1977 einen Aufruhr in Ostafrika verursachte, war Imathiu ein starker Befürworter für Frieden und Gerechtigkeit in dieser Region. Als Amin einen kirchlichen Zeugen, den anglikanischen Erzbischof von Uganda, umbringen liess, nahm Imathiu eine mutige Haltung ein und nannte Amin einen Mörder und Unterdrücker. Imathiu diente zu jener Zeit als Mitglied des kenianischen Parlaments. Imathiu bezog auch Stellung gegen das Apartheidsystem in Südafrika und setzte sich auch als Präsident des Weltrats für die unterdrückten Menschen in diesem Land ein.

Der Bischof "hat grossen Mut mit einer klaren Stimme für Frieden, Versöhnung, Rettung und Hoffnung für alle Menschen gezeigt,“ sagte Pfarrer George Freeman, Generalsekretär des Weltrats methodistischer Kirchen.

Während seines Dienstes als Bischof in Kenia wuchs die methodistische Kirche in diesem Land von 8.000 Mitgliedern im Jahr 1970 bis zu mehr als 225.000 Mitgliedern im Jahr 2000 an. Imathiu war auch beteiligt an der Gründung der Kenya Methodist University und arbeitet momentan, zusammen mit anderen Verantwortlichen des Landes, an einer neuen Verfassung für Kenia.

"Lawi Imathiu hat sein ganzes Leben für die Nachfolge des Herrn Jesus Christus und mehr als 50 Jahre als ein mutiger, kreativer Befürworter für die Sache des Friedens und der Versöhnung überall in der Welt, besonders auf dem afrikanischen Kontinent, eingesetzt,“ so die Erklärung des Weltrats. „Sein Glaubenszeugnis reflektiert die Werte des Methodistischen Friedenspreises: Mut, Kreativität und Beständigkeit.“

Der Methodistische Friedenspreis gilt als die höchste Ehrbezeugung, die die Methodisten weltweit vergeben. Er wird an Personen oder Gruppen verliehen, die bedeutsame Beiträge zu Frieden, Versöhnung und Gerechtigkeit gemacht haben. Zu den früheren Friedenspreisträgern gehören unter anderem Nelson Mandela, Kofi Annan, Boris Trajkovski, Jimmy Carter und Michail Gorbatschow.


Quelle: EMKNI / United Methodist News Service

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