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EMKNI - 26.01.2006   Zurück zur Übersicht

Bolivien: Hoffnungen und Erwartungen an den neuen Staatspräsidenten

Der 46-jährige Evo Morales, ist am letzten Sonntag, dem 22. Januar 2006, als neuer Staatspräsident in La Paz vereidigt worden.

Mit einem Brief wandten sich Bischof Paulo Lockmann, Präsident, und Aldo M. Etchegoyen, Generalsekretär von CIEMAL (Consejo de Iglesias Evangélicas Metodistas de América Latina y el Caribe) im Vorfeld an den neuen Präsidenten. „Im Namen der methodistischen Kirchen von Lateinamerika und der Karibik grüssen wir Sie und beten dafür, dass der Herr des Lebens und der Geschichte Ihre Schritte leiten werde beim Ausüben dieser grossen Verantwortung, in die Sie gewählt worden sind,“ schrieben Lockmann und Etchegoyen u.a. und weiter: „Es hat viele Jahrzehnte Ungerechtigkeit und Arroganz von denjenigen gegeben, die ihre Macht zur Schau gestellt haben. Wir haben die feste Hoffnung, dass Ihr Leben der Wahrheit, Gerechtigkeit, dem Wohl und der Liebe ohne Unterschiede, dienen wird. Wir haben die feste Hoffnung, dass die Ärmsten und Vergessenen in Ihnen die notwendige Stärke und Zusage erhalten werden, die Würde in ihr Leben bringt. In einer Welt voller Gewalt, Terrorismus und Krieg hoffen wir, dass Ihr Wort und Ihre Arbeit eine Saat von Frieden, Gleichberechtigung und Gerechtigkeit aussäen wird.“

Morales, ein Aymara-Indianer, hat am letzten Montag sein neues Kabinett vorgestellt. Unter den 16 Ministern sind Angehörige der indigenen Bevölkerungsmehrheit, Gewerkschaftsführer und mehrere Frauen. So wurde u.a. Casimira Rodriguez Romero zur neuen Justizministerin ernannt. Sie erhielt im Jahr 2003 den Methodistischen Friedenspreis (siehe auch EMKNI-Meldung vom 18.11.2003).


Quelle: EMKNI / UMNS / CIEMAL / taz

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