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EMKNI - 05.07.2006   Zurück zur Übersicht

Familienfreizeit in Tiszaliget/Ungarn

Vom 27. Juni bis 3. Juli 2006 erlebte das Camping-Gelände von Tiszaliget bei Szolnok ein kleines Jubiläum: Zum 10. Mal wurde dort die Familienfreizeit der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Ungarn durchgeführt. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto: «Meine Schafe hören meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen meinem Ruf!» Dieses Bibelwort aus Johannes 10, 27, wurde gewählt, weil es auch schon die diesjährige Jahreslosung der EMK in Ungarn ist.

Der Versammlungsort mit seinen Wohnpavillons, Tagungsräumen und seinem Verpflegungsgebäude bewährte sich einmal mehr. Daneben stand auch in diesem Jahr ein grosses Zelt der Zeltmission auf dem Gelände. Darin fanden alle gemeinsamen Veranstaltungen statt.

Die Tage begannen jeweils mit einem Morgenlob, mit Gesang, einer Andacht und einer Gebetsgemeinschaft in kleinen Gruppen. Dann teilten sich die Teilnehmenden auf. Es gab verschiedene Angebote für Kleinkinder, Schulkinder, Teenager, junge Erwachsene, Frauen, Männer und Ehepaare. Eine Gruppe befasste sich mit dem Thema «Mission und Gemeindeaufbau».

Am Nachmittag war Zeit für Sport, man konnte sich ausruhen, sich mit Freunden treffen oder zum Beispiel ins nahe gelegene Schwimmbad gehen. Pfarrer standen für seelsorgerliche Gespräche zur Verfügung. In einer Forumsdiskussion kamen Themen wie «Integration Jugendlicher in die Gemeinde» oder «Was sind methodistische Werte?» zur Sprache.

Der Schwerpunkt des Abendprogramms war jeweils eine evangelistische Predigt zu einem Aspekt des Tagungsthemas mit dem Angebot, sich danach in einem Gesprächskreis zu treffen, um im Glauben gestärkt zu werden. Auch anschliessend gab es an den Abenden noch einiges zu erleben. Einmal das Teehaus mit gemütlichem Beisammensein, einmal einen Wettbewerb unter Gemeinden, bei dem man sein Bibelwissen unter Beweis stellen konnte. Ganz speziell war der Konzertabend mit der MIX-Band. Diese besteht aus neun jugendlichen Musikerinnen und Musikern aus der EMK in Ungarn. Ihr Repertoire umfasste teils eigene, teils übersetze Lieder.

Der Höhepunkt der Familienfreizeit war aber wohl der festliche Abschlussabend am Samstag, 2. Juli 2006, mit verschiedenen Darbietungen, bewegenden Zeugnissen und Musikbeiträgen ganz unterschiedlicher Art - vom Blockflötenstück eines kleinen Mädchens bis zum Chor einer Romagemeinde.

Die Teilnehmerzahl der Familienfreizeit war schwankend; sie begann mit etwa 40 Personen am ersten Abend und stieg auf über 100 Personen am festlichen Abend. Am Sonntagmorgen versammelten sich nochmals etwa 80 Personen zum Abendmahlsgottesdienst. Superintendent Istvan Csernak predigte über den Text aus der Offenbarung «Heil und Rettung kommen allein von unserem Gott, der alle Macht in seinen Händen hält.»

Zum Abschluss dankte der Leiter der Organisation, Heinrich Schauermann, den vielen Helferinnen und Helfern, die das Camp mitgestaltet hatten: Pfarrer dienten in der Wortverkündigung, viele Leute verschönerten die Anlässe mit Musik, sei es mit ihren Instrumenten oder in verschiedenen Chorformationen. Es gab einen Bazar und Kaffeeverkauf zu Gunsten der Renovation der Pfarrerwohnung in Nyiregyhaza. Es gab viele Hände, die beim Auf- und Abbau des Zeltes mithalfen. Einen besonderen Applaus bekamen die Zeltmeister – verbunden mit einem Dank an die Zeltmission, die einen Teil der Zeltkosten übernommen hatte. Auch ein substanzieller Beitrag von Connexio, dem Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK in der Schweiz und in Frankreich, trug dazu bei, dass dieses Camp nun schon zum 11. Mal durchgeführt werden konnte. Es hat mittlerweile einen sehr wichtigen Platz im jährlichen Kalender vieler Menschen und ist für das kirchliche Leben der EMK in Ungarn von grosser Bedeutung.


Quelle: Regula Stotz, Basel / Sekretariat des Bischofs Dr. Patrick Streiff

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