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EMKNI - 10.07.2006   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Wahl der Dozentin Prof. Dr. Ulrike Schuler auf unbefristete Zeit

Prof. Dr. Ulrike SchulerDer Verwaltungsrat des Theologischen Seminars der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Reutlingen, Deutschland hatte während seiner Sitzung am zweiten Juliwochenende einige Entscheidungen von herausragender Bedeutung zu treffen: Die Annahme veränderter Verfassungstexte und die Wahl der Dozentin Prof. Dr. Ulrike Schuler auf unbefristete Zeit waren die wichtigsten.

Ein Eingriff in die Verfassungstexte war im Zuge der staatlichen Anerkennung des Theologischen Seminars als Fachhochschule nötig geworden. Dabei ging es vor allem um den Verwaltungsrat selbst. Dieser besteht nach wie vor aus den von den Jährlichen Konferenzen (Synoden) anteilig ihrer Größe gewählten Delegierten von Pastoren- wie Laienseite. Neu ist, dass sieben Professoren und drei Studierende im Verwaltungsrat nicht nur einen Sitz, sondern auch eine Stimme haben. Dies ist eine nicht unwesentliche Veränderung in der Verantwortungsstruktur; dass damit Konsequenzen für den Sitzungsverlauf vorgezeichnet wären, lässt sich jedenfalls nach der Erfahrung dieser ersten Sitzung nicht feststellen. Die Veränderung der Verfassungstexte war bereits im vergangenen Jahr beschlossen worden, so dass nach sorgfältiger Vorarbeit der entsprechende Beschluss zügig gefällt werden konnte.

Dr. Ulrike Schuler verantwortet seit drei Jahren den Fachbereich Kirchengeschichte, Methodismus und Ökumenik am Theologischen Seminar. In dieser Zeit hat sie ein außergewöhnliches Engagement in der Vermittlung kirchengeschichtlicher Fakten und Zusammenhänge an den Tag gelegt und sich mit ihrem Schwerpunkt in der Lehrmethodik im Kollegenkreis und in der Studentenschaft schon in der kurzen Zeit Ansehen erworben. Studierende schätzen es darüber hinaus, dass Frau Schuler auch außerhalb von Lehrveranstaltungen für Gespräche offen und erreichbar ist. Der Verwaltungsrat entschied durch geheime Wahl, Dr. Ulrike Schuler auf unbefristete Zeit in ihrem Amt zu bestätigen.

Schließlich war auf Beschluss des Verwaltungsrates im Sommer - auch als Folge der staatlichen Anerkennung - erstmals eine extern moderierte Projektgruppe unter dem Stichwort "Seminarentwicklung" zusammengekommen. Während der diesjährigen Sitzung wurde darüber berichtet und weiter gesprochen. Im kommenden Jahr soll durch die Projektgruppe in enger Abstimmung mit Vorstand und Verwaltungsrat zunächst ein Profil des Theologischen Seminars beschrieben werden, und zwar in einer ausführlichen Fassung und einer knapp gehaltenen, die als "mission-statement" - wie man es aus amerikanischen Einrichtungen kennt - nach außen gegeben werden kann. Später sollen dann Entwicklungsmöglichkeiten des Theologischen Seminars dargestellt werden. Das Ganze soll schließlich in ein Marketingkonzept münden.

Alle Beschlüsse wurden in großer Einmütigkeit gefasst. Der Verwaltungsrat mit Mitgliedern aus den verschiedensten Arbeitszweigen der Kirche und Laien aus interessanten Berufsfeldern ist auch eine Ideenbörse, aus der gute Impulse für die Weiterarbeit kommen.

Zur Webseite des Theologischen Seminars: http://www.theologisches-seminar.de/


Quelle: Christof Voigt

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