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EMKNI - 17.07.2006   Zurück zur Übersicht

Südkorea: Tagung des Weltrates methodistischer Kirchen (World Methodist Council)

Morgen Dienstag, 18. Juli 2006, beginnt in der Chong Dong Methodist Church in Seoul/Korea die alle fünf Jahre stattfindende Tagung des Weltrates methodistischer Kirchen (World Methodist Council). Dieser vor 125 Jahren gegründete und aus rund 500 Personen bestehende Rat umfasst zahlreiche Mitgliedskirchen methodistischer/wesleyanischer Tradition in über 130 Ländern dieser Erde. Auch einige Vereinigte Kirchen, die nur zu einem Teil aus ehemals methodistischen/wesleyanischen Gemeinden bestehen, gehören ihm an (z.B. The United Church of Canada, The Uniting Church in Australia oder die Evangelische Kirche Spaniens). Insgesamt zählen sich rund 75 Millionen Menschen zur weltweiten methodistischen Bewegung.

Der Rat wird sich unter anderem mit der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre des Lutherischen Weltbundes und der Römisch-katholischen Kirche beschäftigen. In einer offiziellen Erklärung soll die Zustimmung der methodistischen Kirchen zu dieser Erklärung ausgedrückt und ihr damit ein grösseres ökumenisches Gewicht verliehen werden.

Andere Themen auf der Tagesordnung sind Menschenhandel und Sklaverei, die Abschaffung der Folter, die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sowie Gerechtigkeit und Soziale Verantwortung.

Der Tagung des Weltrates methodistischer Kirchen schliesst sich nahtlos die World Methodist Conference an, zu der mehrere Tausend Menschen aus der ganzen Welt erwartet werden. Im Mittelpunkt der vom 20. bis 24. Juli 2006 dauernden Konferenz wird zum einen das gemeinsame Feiern von verschiedenen Gottesdiensten stehen, in denen etwas von der enorm grossen kulturellen und sprachlichen Vielfalt der weltweiten methodistischen Bewegung sichtbar werden wird. Zum anderen werden sich die Konferenzteilnehmenden durch Bibelarbeiten und Referate zu den Themen Versöhnung zwischen den Nationen, Versöhnung in der Gesellschaft, Versöhnung innerhalb der christlichen Kirchen und Versöhnung für den einzelnen herausfordern und ermutigen lassen.

Die Delegation der Evangelisch-methodistischen Kirche in Mittel- und Südeuropa wird geleitet von Bischof Dr. Patrick Streiff. Ihr gehören insgesamt drei Frauen und drei Männer aus der Schweiz, aus Österreich, aus Polen sowie aus Bulgarien an.


Quelle: Urs Schweizer, Assistent des Bischofs Dr. Patrick Streiff

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