Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 06.06.2006   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Neues Mehrzweckgebäude in Langnau i.E. vorgestellt

Die Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Langnau i.E. hat am vergangenen Samstag, dem 3. Juni 2006 der Öffentlichkeit ihr neues Mehrzweckgebäude präsentiert. Nach einer mehrjährigen Zeit der Planung freut sich die Gemeinde, nun eine zweckdienliche Lösung für ihre Raumprobleme gefunden zu haben und auch für die Öffentlichkeit mehr Aktivitäten anbieten und Räume zur Verfügung stellen zu können.

Im Herbst 2001 begann die Zusammenarbeit mit Thomas Kaufmann vom Architekturbüro werk.Architekten in Langnau. Die Herausforderung bestand darin, neben der 1898/99 erbauten, schützenswerten Kapelle, die dominant mitten auf dem kleinen Grundstück thront einen Baukörper zu gestalten, welcher sich trotz eigenständiger Ausstrahlung schlicht und selbstverständlich ins Ortsbild einfügt. Kapelle und Gemeinschaftsgebäude sollen zusammen ein Ensemble mit kleinem Zentrumscharakter bilden. Die EMK Langnau wollte ein Zeichen der Öffnung setzen und benötigte dringend mehr Platz.

Der eingeschossig in Erscheinung tretende Neubau gliedert sich in zwei unterschiedlich ausgebildete Volumen. Ein schmaler, lang gezogener, quer zur Kapelle stehender Baukörper schliesst die Anlage gegen Westen ab. Zu einem Drittel in diesen Nebenraumtrakt eingeschoben ragt der grosse Gemeinschaftssaal dreiseitig verglast in den eigentlichen Aussenraum vor der Kapelle. Durch seine Transparenz bleibt die Kapelle durch ihn hindurch sichtbar. Umgekehrt entsteht ein starker Bezug vom Saal aus zur Kapelle. Der Saal als wichtigster Raum im Neubau vermittelt somit zwischen Kapelle und Nebenraumtrakt und schafft die Verbindung zwischen alt und neu.

Der Besucher findet im Neubau neben dem akustisch attraktiven, grossen Mehrzwecksaal eine leistungsfähige Küche mit Office, diverse kleinere Schulungs- und Seminarräume im Untergeschoss, Raum der Stille, Arbeitszimmer für den Gemeindepfarrer und die Jugendpfarrerin in Ausbildung, Jugendraum sowie die notwendigen Nebenräume. Über drei unterschiedlich grosse Lichthöfe und unter Ausnutzung der leichten Neigung des Geländes gelingt es, das Untergeschoss so zu belichten, dass dabei nicht der Eindruck von Kellerräumen entsteht.

Walter Gaberthüel, der Pfarrer der EMK Langnau sieht diesen Neubau als Herausforderung für die Gemeinde, ihren Glauben ebenso transparent zu leben, wie die Bauart des Mehrzwecksaals: «Mit dem neuen Mehrzweckgebäude sollen Menschen Gelegenheit erhalten, zu erfahren, was Christsein für die Angehörigen der EMK bedeutet - ohne deswegen gleich ein traditionelles Kirchengebäude wie die Kapelle betreten zu müssen.» Die Gelegenheit bietet sich bereits am kommenden Sonntag, dem 11. Juni 2006 anlässlich der Einweihungsfeier der neuen Räume.


Quelle: Markus Bach / Walter Gaberthüel

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"