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EMKNI - 16.03.2006   Zurück zur Übersicht

Die Republik Österreich ehrte Bischof Heinrich Bolleter

Während der Tagung des Exekutivkomitees der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa der Evangelisch-methodistischen Kirche, die in Wien ihre jährliche Sitzung abgehalten hat, ist Bischof Heinrich Bolleter am 9. März 2006 durch die Republik Österreich geehrt worden (siehe auch EMKNI-Meldung vom 15.03.2006). Der Aufsichtsbereich von Bischof Bolleter umfasst 15 Länder; darin sind eingeschlossen Tunesien und Algerien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien, Ungarn, Slovakei und alle Balkanstaaten.

Die Republik Österreich hat Bischof Bolleter für seine Tätigkeit als Brückenbauer geehrt, Brückenbauer zwischen Österreich und den verschiedenen Staaten im ehemaligen Herrschaftsbereich der Sowjetunion.

Die Ehrung fand im Audienzsaal des Palais Starhemberg statt, dem Sitz des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Beim Festakt waren nicht nur die Mitglieder des Exekutivkomitees anwesend, sondern auch die 13 Superintendenten, die in ihren jeweiligen Ländern Bischof Bolleter vertreten und die Arbeit im Land leiten. Die Evangelische Kirche A.B. war durch OKR Hon. Prof. Dr. Michael Bünker vertreten.

Die Laudatio für Bischof Heinrich Bolleter hielt Ministerialrat Univ.-Prof. Dr. Karl Schwarz. Er nannte nicht nur Bischof Bolleter einen Pontifex im Wortsinn, der Österreich zu einem Pfeiler solcher Brücken gemacht hat, sondern verwies auch auf die „Rolle und Bedeutung der Evangelisch-methodistischen Kirche in der österreichischen Gesellschaft“.

Bundesministerin Elisabeth Gehrer betonte in ihrer Ansprache anerkennend vor allem die Bemühung um die Ausbildung junger Menschen in den verschiedenen Ländern und die Vermittlung von Werten, die im Grund nur von Religionsgemeinschaften und Kirchen vermittelt werden können. Sie überreichte dann im Auftrag des Herrn Bundespräsidenten, Dr. Heinz Fischer, das Grosse Silberne Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich und das dazugehörende Dekret.

In seiner Dankesrede erinnerte Bischof Bolleter daran, dass die Evangelisch-methodistische Kirche bereits in der Zeit des Kalten Krieges Solidarität mit den Menschen in den Oststaaten gelebt hat und sich trotz aller Schwierigkeiten nicht hat entmutigen lassen, das Mögliche an Hilfsleitungen und Ermutigung zu tun. Er nehme die Ehrung dankbar an, aber nicht nur für sich, sondern auch für die vielen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in allen genannten Ländern.


Quelle: Helmut Nausner / EMKNI

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