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EMKNI - 21.03.2006   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Bethesda prüft Kooperation betreffend Projekt des Baus und Betriebs eines geriatrischen Kompetenzzentrums

„In seiner ausserordentlichen Sitzung hat der Vorstand des Diakonats Bethesda am 8. Februar 2006 der Absichtserklärung beider Basler Regierungen zugestimmt, eine ausführliche Prüfung einer möglichen Kooperation der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion Basel-Landschaft und des Gesundheitsdepartementes Basel-Stadt mit dem Diakonat Bethesda bzw. dem Bethesda-Spital im Rahmen eines Projektes zu lancieren,“ schreibt Jürg Matter, Direktor des Diakonats Bethesda Basel, in der neusten Ausgabe der Zeitschrift „Bethesda“. Ziel dieser Kooperation soll die Planung, der Bau und der Betrieb eines geriatrischen Kompetenzzentrums auf dem Bethesda-Areal sein.

Gemäss einer Medienmitteilung der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion Basel-Landschaft und des Gesundheitsdepartementes Basel-Stadt sieht das Projekt ein Vertragswerk mit dem Diakonat Bethesda vor, dass auf dessen Gelände ein rund 300 Betten umfassendes Geriatriespital am heutigen Standort des Bethesda-Spitals errichtet werden soll. Innerhalb von fünf bis zehn Jahren könnte dieses geriatrische Kompetenzzentrum betriebsbereit sein.

Jürg Matter schreibt, dass der Vorstand ebenso beschlossen hat, dass er bezüglich der Strategie «geriatrisches Kompetenzzentrum» die Vertrags-Verhandlungspunkte benennen wird, die aus seiner Sicht besondere Beachtung verdienen. „Dieser Leistungsvertrag soll im Laufe dieses Jahres diskutiert und ausformuliert werden. Erst diese vertragliche Grundlage wird den definitiven Entscheid ermöglichen, ein solches Zentrum zu bauen und zu betreiben,“ so Matter und er schreibt weiter: „Sowohl Vorstand als auch die Direktionen Diakonat und Spital halten fest, dass im Rahmen dieser Vertragsverhandlungen geprüft wird, «inwieweit Teile des derzeitigen Leistungsangebotes des Bethesda-Spitals mit engem Konnex zur Geriatrie (z.B. Rheumatologie) erhalten bleiben sollen...». Wenn eine Fokussierung des medizinischen Angebotes des Bethesda-Spitals auf die Akutgeriatrie erfolgen soll, dann kommt dies keinem Kahlschlag der bisherigen akutsomatischen Dienstleistungen gleich. Welche Disziplinen ab ungefähr 2013 bis 2015 sinnvollerweise weiterhin im Bethesda angeboten werden, ist in diesem Jahr 2006 zu verhandeln und zu entscheiden.“

Die Definition des Leistungsaufrags, so Matter, ist u.a. auch Grundlage für die bauliche Planung. Keineswegs beabsichtigt sei, die heutigen Gebäulichkeiten durch einen Neubaukomplex zu ersetzen.

Die Fokussierung auf ein geriatrisches Kompetenzzentrum ist nicht unumstritten und Jürg Matter schreibt dazu: „Wir haben Verständnis für die Bedenken aus belegärztlicher Sicht und die offenen Fragen unseres Spital-Personals - und stellen fest: Alle in dieses Projekt Involvierten wissen um die Notwendigkeit, vor irgendwelchen Investitionen Bethesda-seits diese Rahmenbedingungen im Laufe des angefangenen Jahres zu klären."

Zwei Gründe, schreibt Matter, sind es hauptsächlich, welche die Direktionen Diakonat und Spital und auch den Vorstand bewogen haben, diese Idee in einer ausführlichen Projektarbeit nun auf ihre konkrete Umsetzbarkeit zu prüfen:

1. Die Zuordnung zu den Leitbildgedanken des Diakonats ist durch den Betrieb eines Geriatriespitals mit vielen Allgemein-Versicherten ohne weiteres gewährleistet.
2. Das medizinische Leistungsangebot des Bethesda-Spitals erfährt die gewünschte und geforderte Fokussierung auf eine Kemkompetenz. Zudem ist ihre strategische Position innerhalb der Leistungserbringer durch diesen Auftrag beider Kantone nachhaltig gesichert.

Informationen zum Diakonat Bethesda Basel und dem Bethesda-Spital finden sich im Internet unter www.bethesda.ch.


Quelle: Zeitschrift „Bethesda“ / Medienmitteilung Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion Basel-Landschaft und des Gesundheitsdepartementes Basel-Stadt / EMKNI

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