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EMKNI - 31.03.2006   Zurück zur Übersicht

USA: Was Scrabble mit der EMK verbindet

Es gibt eine historische Verbindung zwischen Scrabble, dem weltbekannten Wortspiel, und einer Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Stadt New York. Denn unter den ersten Spielern waren Mitglieder der Community United Methodist Church im New Yorker Stadtteil Queens, so Pfarrer Austin Armitstead, der diese Gemeinde von 1974 bis 1995 betreute.

Alfred M. Butts, der Erfinder des Spiels, hatte immer Anagrame und Wortspiele gemocht. Im Jahr 1931, als er wegen der Grossen Depression keine Arbeit als Architekt finden konnte, erfand er ein Wortbauspiel, indem er die englische Sprache analysierte. Anfangs hatte das Spiel verschiedene Namen, so hiess es u.a. „Lexico“, „New Anagrams“ oder "Criss-Cross". Butts entwickelte das Spiel weiter.

Die begeistertste Spielerin war seine Frau, Nina, die das Spiel ihren Freunden in der Community United Methodist Church vorstellte. Sie war so geschickt bei diesem Spiel, dass ihr Mann angeblich sagte, dass "sie mich beim eigenen Spiel geschlagen hat." Laut Pfarrer Armitstead verschenkte Butts handgemachte Spiele an Freunde, konnte aber keinen Hersteller finden, der sich für sein Spiel interessierte.

Als die Grosse Depression zu Ende war, fand Butts endlich wieder Arbeit – er entwarf das Ausbildungsgebäude der Kirche und gab seine Versuche auf, das Spiel zu lizenzieren. Doch im Jahr 1948 meldete sich ein Freund, James Brunot, und erklärte sich bereit, gegen eine Linzenzgebührt das Spiel zu produzieren und zu verkaufen. Butts und Brunot wurden handelseinig. Brunot und seine Frau vereinfachten das Spiel noch etwas und Brunot gab ihm den Namen Scrabble. Die ersten Jahre waren finanziell ein Verlustgeschäft, doch dann kam der Durchbruch. Als Macy's, mit 198.500 m² wohl das grösste Kaufhaus der Welt, anfing, das Spiel zu verkaufen, wurde es sehr populär. Die Herstellung des Spiels wurde der Firma Selchow & Righter überlassen, die es zuvor abgelehnt hatte.

Mehr als 100 Millionen Scrabble-Spiele in 29 Sprachen sind bisher verkauft worden. Nina Butts blieb Mitglied der Community United Methodist Church bis zu ihrem Tod im Jahr 1979. Alfred M. Butts verdiente jahrelang 3 Cents an Lizenzgebühren pro Spiel und starb am 4. April 1993 im Alter von 93 Jahren.

Als Austin Armitstead Pfarrer der Community United Methodist Church wurde, spielten die Frauen dort immer noch Scrabble. „Butts“, so Pfarrer Armitstead, "schaute ab und zu rein und erzählte mir, was er getan hatte. Ich kannte ihn nicht so gut und wusste nicht, dass er so berühmt war."

Der Pfarrer schätzte diese Verbindung zu Scrabble immer mehr, bis ihn die Leute "the Scrabble boy" nannten. Armitstead setzte sich mit anderen Gemeindeleitern aus der Nachbarschaft zusammen, um eine Feier wegen dem Geburtsort von Scrabble zu planen und zu veranstalten. Er trug auch wesentlich dazu bei, dass die New York Landmarks Preservation Foundation diesen Beitrag der Community United Methodist Church anerkannte. Heute ist am Ausbildungsgebäude der Kirche eine Plakette angebracht, die auf diesen historischen Geburtsort von Scrabble hinweist.


Quelle: EMKNI / United Methodist News Service

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