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EMKNI - 30.05.2006   Zurück zur Übersicht

Österreich: Frauen, sich verändernde Gemeinden und ein neuer Bischof

Superintendent Lothar Pöll an der Tagung der Jährlichen Konferenz 2006 in Österreich„Frauen in der Kirche – Women in Church“ , so lautete das Thema der diesjährigen Tagung der Jährlichen Konferenz (Synode - JK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Österreich, die vom 17. –21. Mai in der Gemeinde Fünfhaus in Wien getagt hat. 50 Jahre Frauenordination in der EMK waren der Anlass zu diesem Thema. So waren denn auch die beiden Pastorinnen, Anke Neuenfeldt von der deutschsprachigen Gemeinde und Laura Trent von der englischsprachigen Gemeinde die Gastgeberinnen der JK.

„Frauen in der Kirche“ standen in den Abendveranstaltungen im Mittelpunkt. Am Donnerstag hob Frau Prof. Susanne Heine in einem engagierten Referat die Bedeutung der Frauen in der Urchristenheit hervor. Und Freitagabend zeigten die beiden Gastgeberinnen, welchen Einfluss methodistische Frauen für die Kirche hatten – und bis heute haben.

Die Sitzungen fanden unter der Leitung von Bischofs Dr. Patrick Streiff statt. Erstmals seit seiner Wahl zum Bischof leitete er eine Tagung der Jährlichen Konferenz.

In seinem Bericht über die Entwicklung der EMK in Österreich hob Superintendent Lothar Pöll die Tatsache hervor, dass immer mehr Menschen aus anderen Kulturen, Sprachen und Hautfarben in die Gemeinden kommen, Menschen, die in der Regel auch arm sind. In Graz, Salzburg und Linz hat man schon seit einigen Jahren Erfahrung damit. Lothar Pöll: „Das bedeutet, Veränderung zulassen und eine lernende Gemeinde werden… Darum können wir heute gar nicht sagen, wie unsere Gemeinden in fünf oder zehn Jahren aussehen werden.“

Ein großes Interesse galt dem neuen Bischof. Dies drückte sich in einem eigenen Empfang am 20. Mai, aus, zu dem vor allem Mitglieder aus der Ökumene eingeladen waren. Die kleine Evangelisch-methodistische Kirche geniesst in Österreich großes Ansehen in der Öffentlichkeit. Zur Begrüßung von Bischof Streiff fanden sich zahlreiche angesehene Gäste ein: Von der Römisch-katholischen Kirche Weihbischof Helmut Krätzl und Oberin Prof. Christine Gleixner, die langjährige Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ); der altkatholische Bischof Bernhard Heitz; der reformierte Oberkirchenrat Thomas Hennefeld, die lutherische Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner und der Direktor der Diakonie Österreich, Pfr. Mag. Michael Chalupka; die Leiterin der Österreichischen Bibelgesellschaft, Dr. Jutta Henner, und die Leiterin des Weltgebetstags der Frauen, Österreichisches Nationalkomitee, Elisabeth Papauschek, sowie Ministerialrat Univ.-Prof. Dr. Karl Schwarz vom Kultusamt.

Bischof Mag. Herwig Sturm, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. und derzeitiger Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen, hob die gute Beziehung zwischen den drei evangelischen Kirchen hervor (lutherisch. reformiert und methodistisch), die seit 1990 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft haben. Seit damals arbeiten diese Kirchen in vielen Bereichen eng zusammen. Er dankte vor allem für das konstruktive Engagement der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Ökumene seit der Gründung des ÖRKÖ im Jahre 1958.

Dipl. Ing. Manfred Pöll, begnadeter Laienprediger, langjähriger Präsident des Kirchenvorstands und „Chefredakteur“ der Zeitschrift „Methodist“ wurde für 70 Jahre Dienst in der Kirche geehrt!
Stefan Schröckenfuchs, derzeit noch Student in Reutlingen, wurde in die Konferenzzugehörigkeit aufgenommen und als Pastor auf Probe ab 1. Sept. der Gemeinde Wien-Floridsdorf zugeteilt.

Fotos von der Tagung der Jährlichen Konferenz in Österreich findet man unter http://www.emk.at/JK2006/index.html.


Quelle: Charlotte und Manfred Schwarz

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