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EMKNI - 01.11.2006   Zurück zur Übersicht

Frauenseminar der Evangelisch-methodistischen Kirche in Mittel- und Südeuropa vom 23. bis 27. Oktober 2006 auf der Waldegg bei Basel

Teilnehmerinnen aus Nordafrika57 Frauen aus 13 Ländern Europas und Nordafrikas nahmen vergangene Woche im landschaftlich schön gelegenen Tagungszentrum Waldegg (Basel-Land) an einem Frauenseminar der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) teil. Ein Puzzle symbolisierte das Thema der Tagung: «Szenenwechsel im Leben - alles hat seine Zeit», in Anlehnung an Prediger 3, 1-8.

Die Präsidentin Arbeitsgruppe Frauendienst der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa, Pfarrerin Hanna Wilhelm, sowie Pfarrerin Ruth Abächerli hielten Referate zu verschiedenen Aspekten des Lebens: Lebensform - Lebensrhythmus - Lebenschancen und Lebenskrisen - Lebensende.

Im Rahmen dieser Unterthemen lernten die Teilnehmerinnen die spezielle Lebensform von Lydia als allein stehende Kauffrau mit eigenem Haus kennen. Sie suchten anhand von Bildern nach ihrem eigenen Lebensrhythmus. Sie erfuhren aus Interviews etwas von tiefen Krisen von zwei Teilnehmerinnen sowie von ihrer Beziehung zu Gott in dieser Zeit und reflektierten das Thema Krisen und Chancen anhand des 42. Psalms. Und schliesslich wurde auch das Lebensende nicht ausgeklammert; nicht das Ende des irdischen Lebens und auch nicht das Ende von Lebensphasen, von denen es immer wieder Abschied zu nehmen gilt, um für Neues bereit zu sein. Alle Referate wurden simultan übersetzt.

Die sprachliche und kulturelle Vielfalt der Teilnehmerinnen war Herausforderung und Bereicherung zugleich. Schöne und aussagekräftige Visualisierungen trugen viel zum Verständnis bei.

Die Teilnehmerinnen genossen das feine Essen und das abwechslungsreiche Programm. Neben den Referaten gab es kreative und meditative Workshops. An einem Nachmittag war ein Ausflug nach Rheinfelden geplant; einige bummelten gemütlich den Schaufenstern entlang, andere lernten auf einem Rundgang das Städtchen kennen, und wieder andere wagten sich sogar ins Thermalbad.

Ein Höhepunkt war der Länderabend in Form einer Ausstellung. Die Vertreterinnen jedes Landes präsentierten Schwerpunkte ihrer Arbeit für und mit Frauen und an manchem Tisch kamen nicht nur die Augen, sondern auch Nase und Gaumen auf ihre Rechnung. Es war ein Abend mit anregenden Gesprächen und intensivem Gedankenaustausch.

Am letzten Nachmittag nahmen sich die Frauen Zeit, um allein oder in kleinen Gruppen über die vergangenen Tage nachzudenken und so geistig eine Brücke zu schlagen zwischen dem Erlebten und der Anwendung im Alltag - sowohl in der Arbeit mit Frauen als auch in den jeweiligen Beziehungen.

Der Abendmahlsgottesdienst zum Abschluss war Stärkung und Sendung zugleich. Die Teilnehmerinnen freuten sich sehr, dass Bischof i.R. Heinrich Bolleter und seine Frau Marta zu dieser Feier anreisten. In seiner Predigt verknüpfte Bischof i.R. Heinrich Bolleter das Thema «Alles hat seine Zeit» mit den Worten aus Psalm 31, 16: «Meine Zeit und deine Zeit stehen in Gottes Händen.»

Man kann sich fragen, ob sich der nicht geringe Aufwand an Zeit und Geld für eine solche Tagung lohnt. Es stimmt, Referate kann man auch per E-mail verbreiten, in einem Chat-Raum könnte man sogar darüber diskutieren - die herzliche Atmosphäre, das gemeinsame Essen, die intensive Anteilnahme und der rege Austausch zwischen Frauen aus allen Ländern unserer Zentralkonferenz können jedoch durch keine Elektronik ersetzt werden. Die vielen positiven Feedbacks der Teilnehmerinnen haben das bestätigt.


Quelle: Regula Stotz, Basel

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