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EMKNI - 10.11.2006   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Das letzte Mal an der Abgeordnetenversammlung des SEK

Die Delegierten des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) tagten vom 6. bis 7. November 2006 im Berner Rathaus. Es war die letzte Sitzung von Dr. Erika Welti aus Zürich, welche ihr Mandat auf die nächste Jährliche Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) abgeben wird. Im SEK sind alle reformierten Kantonalkirchen und die EMK vertreten. Die Abgeordnetenversammlung ist die Legislative des SEK.

Erika Welti hat sich als Methodistin immer auch stark im SEK engagiert. So leitete sie in den Jahren 2000 bis 2002 die Abgeordnetenversammlung als Präsidentin; sie war auch Mitglied der Kommission für die neue Struktur des SEK. Zudem galt sie immer auch als Vermittlerin zwischen der EMK und den verschiedenen reformierten Kantonalkirchen. In ihrem Rücktrittsschreiben betont sie ihre Dankbarkeit für das Wohlwollen und die gute Zusammenarbeit aber auch „für die Offenheit einer Vertreterin einer kleinen Kirche gegenüber, die anders strukturiert ist, als die meisten anderen, die andere Beziehungen hat, weltweite und zu anderen Freikirchen in der Schweiz.“

Die Abgeordnetenversammlung hat an ihrer Herbst-Sitzung zahlreiche Geschäfte behandelt. So wurde beschlossen, dass der SEK künftig mit einem Repräsentanten bei der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) in Strasbourg vertreten sein wird, um der reformatorischen Stimme im zusammenwachsenden Europa mehr Gewicht zu geben.

In einem weiteren Traktandum wurde eine Deklaration zum Ausscheiden kirchlicher Stimmen aus dem Radioprogramm von DRS 1 verabschiedet. Die Delegierten bedauern, dass im Zuge der Umgestaltung der Sendung „Zum neuen Tag“, die auf DRS 1 von Montag bis Samstag jeweils frühmorgens nun unter dem neuen Titel „Morgengeschichte“ ausgestrahlt wird. Die bisher einzige regelmässige - wenn auch kleine - Präsenz kirchlicher und biblischer Stimmen aus dem Radioprogramm ist damit verschwunden. Die AV ruft daher den Bundesrat und die SRG SSR idée Suisse auf, den christlichen Stimmen die ihnen diesbezüglich gebührende Berücksichtigung zu sichern. Die Deklaration kann unter www.sek.ch herunter geladen werden.


Quelle: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund

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