Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 13.11.2006   Zurück zur Übersicht

Kenia:Die Gründung einer christlichen Partei in Kenia entzweit die Kirchen

Die Gründung einer christlichen politischen Partei in Kenia hat eine Debatte ausgelöst. Einige Kirchenführer und Politiker warnen vor weiterer Spaltung des Landes, das seit Jahrzehnten unter Korruption leidet.

"Die Kirche soll das Gewissen der Gesellschaft sein. Wenn Kenianer schlecht geführt werden, sollte die Kirche begleiten, aber keine Führerrolle übernehmen", erklärte Reverend Wellington Sanga, der Sekretär der Methodist Church of Kenya. Die Kirche solle nicht über Parlament und Regierung Einfluss nehmen, sie solle wie die alttestamentlichen Propheten die Führer ermahnen, die das Volk fehlleiten. Die Gesetze Kenias sähen zudem Trennung von Staat und Religion vor. Am 28. Oktober hatte Reverend David Githii, Mitglied der Kirchenleitung der Presbyterian Church of East Africa, mit Politikern und Verantwortlichen der Kirchen die Agano-Partei ("Bundespartei") gegründet. Zusammen mit drei anderen Parteien, de mit christlichen Werten sympathisieren, wollen sie 200 integre Persönlichkeiten ins Parlament entsenden. Katholische, methodistische und anglikanische Kirchenführer sind kritisch gegenüber dieser Entwicklung. Die Presbyterianische Kirche, evangelikale und pfingstliche Kirchenführer unterstützen die Bildung eines christlichen politischen Blocks: Die politischen Ungerechtigkeiten zeigten, die Zeit für gottloses Regieren sei vorbei.


Quelle: Reformierte Nachrichten (rna)

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"