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EMKNI - 21.11.2006   Zurück zur Übersicht

Österreich: Helene Nausner erhält Humanitätsmedaille

Bilder von der Überreichung der Humanitätsmedaille des Landes Oberösterreich an Helene Nausner.Das Land Oberösterreich ehrte am 15. November Menschen, die sich in besonderer Weise im Sozialbereich verdient gemacht haben. Im Steinernen Saal des Linzer Landhauses überreichten Landeshauptmann Dr. Pühringer und Landesrat für Soziales Dr. Ackerl die Humanitätsmedaille des Landes Oberösterreich u. a. auch an Helene Nausner.

Die am 12. Dezember 1929 in Kasil, im heutigen Bulgarien geborene Helene Nausner, geborene Armeanu, wurde bereits als Kind auf der Flucht mit der Not ihrer Mitmenschen konfrontiert, und musste nach dem frühen Tod ihrer Mutter als Jugendliche die Haushaltsführung für Vater und Geschwister übernehmen. Sie hat in der Folge acht Kinder geboren und gemeinsam mit ihrem Mann, Rektor Wilhelm Nausner, großgezogen und lebt heute in Linz-Ebelsberg.

Ihr ehrenamtliches soziales Engagement wurde nun vom Land Oberösterreich gewürdigt. Sie war nicht nur viele Jahre Präsidentin des Frauendienstes in Österreich und im Rahmen des Weltgebetstages der Frauen sehr aktiv, sie ging darüber hinaus die zweite Meile, organisierte materielle Hilfe für ein orthodoxes Frauenkloster in Rumänien und für eines in Makedonien, nahm Mädchen des methodistischen Zentrums Spattstraße bei sich auf und beherbergte und verpflegte in den letzten 15 Jahren Menschen und auch Kinder, die als medizinische Notfälle vom Balkan, insbesondere von Makedonien, nach Österreich kamen. Sie begleitete diese Menschen und diente ihnen auch als Übersetzerin im Krankenhaus.

Helene Nausner ist bis heute für andere Menschen da und öffnet ihr Herz und ihr Haus für andere. Vieles was sie getan hat, ist im Stillen und im Verborgenen geschehen. Die Verleihung dieser humanitären Auszeichnung hat ihren Liebesdienst vor den Vorhang auf die öffentliche Bühne geholt und gewürdigt.


Quelle: Lothar Pöll, Österreich

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