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EMKNI - 22.11.2006   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Treffen der Superintendentinnen und Superintendenten der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa

Vom 19. bis 22. November 2006 fand in Glattbrugg/Schweiz das diesjährige Herbsttreffen der Superintendentinnen und Superintendenten der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa statt. Rund 20 Leitungsverantwortliche und Gäste aus 11 europäischen Ländern nutzten das Treffen zum gemeinsamen Singen, Gebet und Nachdenken über Worte der Bibel sowie zur Diskussion verschiedener wichtiger Anliegen, so zum Beispiel:

- die theologische Ausbildung der Zukunft
- die finanzielle Unterstützung von Projekten und Programmen
- zwischenkirchliche Beziehungen und überdenominationelle Veranstaltungen
- die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der EMK

Thematischer Schwerpunkt des Treffens war aber eindeutig die Weiterentwicklung des sozial-diakonischen Auftrags der EMK. Fredy Jorns, Direktor des Diakoniewerkes Bethanien in Zürich und Präsident des Europäischen Verbandes Freikirchlicher Diakoniewerke, referierte über Entwicklungen, Möglichkeiten und Herausforderungen des sozial-diakonischen Engagements auf nationaler und internationaler Ebene. Die Superintendenten Lothar Pöll (Österreich), Istvan Csernak (Ungarn) und Josef Cervenak (Tschechische Republik) beleuchteten ihrerseits die letzten 15 Jahre der sozial-diakonischen Arbeit der EMK in ihren jeweiligen Ländern und wagten einen Ausblick in die Zukunft. Heidi Martinussen, Generalsekretärin der Eurodiaconia in Brüssel, erläuterte schliesslich die Herausforderungen der wachsenden Diskrepanz zwischen der ökonomischen und der sozialen Entwicklung im EU-Raum - und die mögliche Rolle der Kirchen in diesem Umfeld.

Die thematischen Beiträge machten verschiedene Spannungsfelder deutlich:

- Neue gesellschaftliche Herausforderungen rufen nach einer Weiterentwicklung des sozial-diakonischen Engagements der Kirche.
- Das lokale diakonische Handeln ist angesichts der grossen Not oft näher liegend als ein Engagement auf einer übergeordneten Ebene, das höchstens mittel- oder langfristig Früchte bringt. Andererseits ist es wichtig, nicht nur Not zu lindern, sondern auch die Rahmenbedingungen zu verändern versuchen, welche zu dieser Not führen.
- Grosse Not mag nach grossen Antworten und Institutionen rufen - angesichts der personellen und finanziellen Möglichkeiten der EMK in (Süd-)Osteuropa steht aber eher die an vielen Orten und in vielseitiger Weise geleistete Hilfe im Kleinen im Vordergrund. Allerdings ist es sehr wichtig, deren Wert nicht zu gering zu achten.

Die Arbeit am Thema vermittelte neue Impulse und machte auch den Wert deutlich, der in der Vernetzung mit anderen Trägern sozial-diakonischer Angebote liegt. Der Glaube der Männer und Frauen der EMK in Mittel- und Südeuropa wird weiterhin in der Liebe tätig sein.


Quelle: Urs Schweizer, Assistent des Bischofs Dr. Patrick Streiff

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