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EMKNI - 25.10.2006   Zurück zur Übersicht

Mazedonien: Jährliche Konferenz Serbien und Makedonien tagte in Strumica

Tinka Krsteva beginnt ihr Theologiestudium in Graz/Waiern mit dem Erlernen der deutschen Sprache.Vom 19.-22. Oktober tagte die Jährliche Konferenz Serbien und Makedonien der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Strumica unter dem Thema „Eure Liebe sei ungeheuchelt“ (Römer 12,9).

Der Superintendent von Makedonien, Willy Nausner, berichtete interessantes über verschiedene interreligiöse Veranstaltungen in Makedonien. Eine davon wurde von der Schweizer Botschaft initiiert und vereinigte führende Persönlichkeiten der verschiedenen Religionsgemeinschaften aus allen Balkanländern. Die Zusammenarbeit zwischen den fünf anerkannten Religionsgemeinschaften in Makedonien (orthodoxe Kirche, römisch-katholische Kirche, EMK, jüdische und islamische Glaubensgemeinschaften) hat sich in den Gesprächen mit Regierungsstellen über ein neues Religionsgesetz bewährt. Wegen Parlamentswahlen im Sommer kam das Gesetz nicht mehr zur Abstimmung. Es ist noch ungewiss, ob die neue Regierung es unverändert vorlegen wird. An einer ökumenischen Begegnung zu Beginn der Konferenz nahm neben dem katholischen Bischof, dem österreichischen Botschafter und Lokalpolitikern auch der Vizedirektor der staatlichen Religionskommission teil, was hilfreiche Gespräche ermöglichte. Die Konferenz genehmigte ein Statut für den Distrikt Serbien, das bei der Regierung eingereicht werden soll, um die staatliche Anerkennung der Kirche auch in Serbien zu erhalten.

Aus dem Distrikt Makedonien hat Tinka Krsteva (Foto) nach einem Praktikantenjahr in Bulgarien ihr Studium in Graz/Waiern aufgenommen und wird in einem ersten Jahr die deutsche Sprache lernen. Ein weiterer Student (aus Serbien) ist in Graz/Waiern und einer in Banska Bystrica, Slowakei, im Studium. Im Distrikt Serbien schied nach monatelangen Konflikten eine Mitarbeiterin im Sommer aus dem Dienst aus. Ebenfalls im Sommer nahm ein neuer Mitarbeiter, Novica Brankov, seinen Dienst auf. Er wurde an der Konferenz auf Probe aufgenommen. Zwei weitere Mitarbeiter werden im Laufe des nächsten Jahres den Dienst aufnehmen. Es ist erfreulich, dass junge Menschen sich in den Dienst als Pfarrer oder Pfarrerin rufen und sich dafür ausbilden lassen. Besonders in Makedonien wären weitere Personen nötig, denn eine der drei ordinierten Ältesten im aktiven Dienst hat diesen Herbst ihren 70. Geburtstag gefeiert. Die Konferenz ehrte auch Willy Nausner (ein Österreicher), der dieses Jahr seinen 75. Geburtstag feiern konnte und sich als „alten Makedonier“ bezeichnete.


Quelle: Urs Schweizer - Assistent des Bischofs Dr. Patrick Streiff

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