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EMKNI - 18.09.2006   Zurück zur Übersicht

Ungarn/Europa: Thomas Wipf ist neuer Präsident der GEKE

Thomas Wipf der neu gewählte Präsident der GEKEDer Rat der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) hat Pfarrer Thomas Wipf zu ihrem geschäftsführenden Präsidenten gewählt. Zur GEKE-Vollversammlung in Budapest versammelten sich vom 12. bis 18. September rund 200 Delegierte, Berater und Gäste aus 105 Kirchen von ganz Europa. Die Ergebnisse der Vollversammlung sind als klare Stärkung der GEKE auf dem Weg zur Evangelischen Kirche in Europa zu werten.

Die Delegierten der 6. Vollversammlung der GEKE – Leuenberger Kirchengemeinschaft – haben am Samstag in Budapest ihren dreizehnköpfigen Rat gewählt, der als Leitungsgremium die Geschäfte der GEKE zwischen den Vollversammlungen führen wird. Dieser bestimmte am Sonntag aus seiner Mitte ein vierköpfiges Präsidium, dem Pfarrer Thomas Wipf, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), vorsteht. An seiner Seite wirken die Co-Präsidenten Prof. Dr. Michael Beintker, Direktor des Instituts für Reformierte Theologie in Münster, und Pfarrerin Dr. Stephanie Dietrich (Oslo), die für den Rat für internationale und ökumenische Angelegenheiten der lutherischen Kirche in Norwegen tätig ist.

Die GEKE habe zu einer vertieften Form von Kirchengemeinschaft gefunden und sei mittlerweile auf dem Weg zur Evangelischen Kirche in Europa, meinte der neu gewählte Präsident Wipf. Mit der Vollversammlung in Budapest breche diese Gemeinschaft zu einer neuen Etappe auf. "Die theologische Arbeit und die Stärkung des Zusammenwirkens der Kirchen in den verschiedenen Regionen bietet der GEKE die einzigartige Chance, sich in das Zusammenfinden Europas einzubringen. Wir werden uns mit der Kraft des Evangeliums einmischen. Wir werden als GEKE in Europa gebraucht und brauchen einander."

Wipf machte auf den wichtigen Beitrag der Schweizer Kirchen für den europäischen Protestantismus aufmerksam: "Aus dem Reformationsland Schweiz werden Impulse erwartet." Thomas Wipf möchte sich dafür einsetzen, dass diese Impulse zu einer verstärkten und verbindlicheren Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa beitragen. Das gemeinsame ökumenische Engagement stärke auch den inneren Zusammenhalt der Schweizer Kirchen.

Auch für Pfarrer Antoine Reymond (VD), Mitglied der Schweizer Delegation, ermögliche die GEKE "die theologische und spirituelle Klärung unserer protestantischen Identität – mit der nötigen Offenheit und im ständigen Dialog, der uns charakterisiert. Die Idee eines differenzierten Konsenses und der ‹Einheit in versöhnter Verschiedenheit› ist ein Instrument auf dem Weg zur Einheit – nicht nur der Kirchen, sondern auch Europas."

Mehr zur GEKE-Vollversammlung erfahren sie auf der Webseite der GEKE unter http://www.leuenberg.net/.


Quelle: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK)

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