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EMKNI - 07.08.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: EMK gibt grünes Licht für Kirchenneubau in Kloten

[Credits] Der Kirchenvorstand der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz hat ein Neubauprojekt kirchlicher Räumlichkeiten und Wohnungen in Kloten für 4,8 Mio. Franken genehmigt. Das Haus an der Hohlbergstrasse 9, wo die EMK Kloten bisher untergebracht war, soll abgerissen werden. Im neuen Gebäude sind nebst den Kirchenräumen im Erdgeschoss acht 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen geplant. Die EMK Schweiz nimmt damit das grösste Bauprojekt seit mindestens 10 Jahren in Angriff und steuert dabei auch ein Grossteil der Finanzen bei. Die Projektverantwortlichen sind zuversichtlich, dass die Wohnungen ohne Probleme vermietet werden können. Das Grundstück befinde sich an bester Lage.
Als „Musterprojekt“ für die EMK Schweiz bezeichnete der Zentralverwalter Daniel Burkhalter den Neubau in Kloten. In den letzten Jahren habe eine umfassende Gesundung der EMK-Finanzen stattgefunden, nachdem die Schulden verschiedener verlustreicher Engagements hätten getilgt werden können. Deshalb habe man sich vermehrt darüber Gedanken gemacht, wie Erträge aus Liegenschaftsverkäufen nachhaltig verwendet werden können. Die Investition in den Wohnanteil des Gebäudes sei in diesem Zusammenhang zu sehen. Erlöse sollen längerfristig auf ein Konto fliessen, mit dem neue Projekte - beispielsweise Neugründungen von EMK-Gemeinden - angestossen werden können.
Seit längerem hatte der Bezirk Kloten einen Neubau der Kirche geplant und war mit einem Projekt an die EMK Schweiz gelangt, weil die Bausubstanz des alten Gebäudes keine Renovation zuliess. Der Wohnanteil hätte beim ursprünglichen Projekt lediglich die Pfarrwohnung umfasst. Der Kirchenvorstand, der bei der EMK Schweiz hauptsächlich für finanzielle und bauliche Angelegenheiten zuständig ist, signalisierte dem Bezirk Kloten, dass er bereit sei, in einen erheblich vergrösserten Wohnanteil zu investieren, und stellte der Jährlichen Konferenz 2006 vorsorglich den Antrag, in Kloten einen Neubau für maximal 4,8 Mio. Franken zu bewilligen.
Die EMK Schweiz tritt nicht nur als Investor beim Wohnanteil auf, sondern unterstützt den Bezirk zusätzlich bei der Finanzierung seines Projektanteils. Der Kirchenvorstand der EMK Schweiz will damit die „Vorwärtsstrategie“ von Kloten unterstützen. Trotz allem stellt der Neubau der Kirchenräume für den kleinen Bezirk eine grosse Herausforderung dar. Gegenüber dem „Anzeiger der Stadt Kloten“ sagte der bisherige Klotener Pfarrer und zukünftige Distriktsvorsteher Martin Streit auf die Frage, ob es sinnvoll sei, eine derart grosse Summe in eine so kleine Gemeinde zu investieren: „Das ist eine Glaubensfrage, auf die letztlich die Gemeinde eine Antwort finden muss.“ Zudem sei das Risiko klein, denn auch die kirchlichen Räume würden so gebaut, dass eine Mehrzwecknutzung denkbar sei.


Quelle: Kirchenvorstand EMK Schweiz, Barbara Streit-Stettler

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