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EMKNI - 08.08.2007   Zurück zur Übersicht

USA/weltweit: Veränderungen in der methodistischen Gesprächskultur

[Credits] Verantwortliche der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) möchten den Umgangston in den Gesprächen und Debatten des höchsten legislativen Gremiums der Kirche verändern. Im Hinblick auf die Generalkonferenz, die vom 23. April bis 2. Mail 2008 in Fort Worth, TX (USA) stattfinden wird, haben sie unter dem Titel «Richtlinien für eine heilige Konferenzführung - Was Gott von uns erwartet» einen Entwurf für diese neue Gesprächskultur vorgestellt. Bischöfin Janice Riggle Huie, Präsidentin des Bischofsrates der EMK, sagte: «Diese Richtlinien sind eine Antwort auf das immer wieder geäusserte Anliegen, die Generalkonferenz spiegle viel mehr Stil und Abläufe säkularer politischer Behörden wieder, als dass sie den höheren Erwartungen an eine Glaubensgemeinschaft genügen würde.» Sie strich auch heraus, dass John Wesley von der heiligen Konferenzführung als Organisations- und Leitungsprinzip überzeugt war. «An vielen Stellen in der westlichen Welt werden Resultate unter dem Aspekt von Gewinnern und Verlierern gemessen. Die heilige Konferenzführung funktioniert nicht so. Sie konzentriert sich vielmehr darauf, wahrzunehmen, wohin Gott uns führen will. In ihren Mittelpunkt stellt sie das Gebet, das rationale und respektvolle Gespräch und den Glauben, dass bei Gott alle Dinge möglich sind.»

Bischöfin Sally Dick aus Minneapolis leitete eine Arbeitsgruppe, welche die Richtlinien wie folgt weiter entwickelte und verfeinerte:

1.) Jede Person ist ein Kind Gottes. Sprich immer respektvoll. Man kann jemandem widersprechen, ohne dabei widerwärtig zu sein.
2.) Während du geduldig zuhörst und das Verhalten anderer beobachtest, sei immer offen für die Möglichkeit, dass Gott die Ansichten jeglicher oder aller am Gespräch teilnehmenden Personen verändern kann.
3.) Höre geduldig zu, bevor du Antworten formulierst.
4.) Sei bestrebt, die Erfahrungen zu verstehen, aufgrund welcher andere zu ihren Ansichten gekommen sind.
5.) Sei achtsam in der Art, wie du das Wort gegen Meinungen erhebst, die sich von deiner unterscheiden. Der Dialog kann sonst verhindert werden.
6.) Denke sorgfältig über die Ansichten anderer nach, wenn du sprichst. Dies ist besonders wichtig, wenn du mit deren Position nicht einverstanden bist.
7.) Vermeide den Gebrauch von verhetzenden Worten und herabwürdigenden Namen. Sprich nicht mit einer gereizten oder wütenden Stimme.
8.) Vermeide verallgemeinernde Aussagen über Einzelpersonen und Gruppen. Lege vielmehr Wert darauf, deine Worte mit konkreten Beispielen zu belegen.
9.) Nimm die Dienste von Moderatoren und Mediatoren in Anspruch.
10.) Denke daran, dass Menschen letztlich durch ihre Beziehung zu Gott definiert werden - und nicht durch die Schwächen oder Mängel, die wir in ihren Ansichten und in ihrem Handeln entdecken oder auch nur zu entdecken meinen.


Quelle: Newscope

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