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EMKNI - 15.08.2007   Zurück zur Übersicht

Ungarn: Über 400 Teilnehmende am Familien- und Jugendlager

[Credits] 1997 begann die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) in Ungarn, landesweite Familienlager durchzuführen. Das Ziel war damals die Stärkung der von den sozialen Veränderungen des Landes herausgeforderten Familien - und an diesem Ziel hat sich bis heute nichts geändert. In den 10 Jahren ihres Bestehens haben sich die Lager inzwischen zu einem unverzichtbaren Bestandteil der EMK in Ungarn entwickelt. Junge und alte Menschen lernen dort für ihr Leben, wachsen in ihrem Glauben und teilen ihre persönlichen Gaben und ihren Glaubensreichtum mit anderen.

Das diesjährige Familienlager, das vom 10. bis 15. Juli 2007 in Szolnok-Tiszaliget durchgeführt wurde, stand - wie schon die Jährliche Konferenz - unter dem Thema «Suchet der Stadt Bestes» (Jeremia 29, 7). Insgesamt 351 Personen nahmen daran teil; ziemlich genau die Hälfte davon war 30 Jahre alt oder jünger. Zur bunten Schar der Teilnehmenden gehörten auch Gäste des staatlichen Fernsehens, Fachleute für verschiedene Seminare und Workshops, Referenten und ein katholischer Bischof. Auffallend war auch, dass etwa jede sechste Person zur Volksgruppe der Roma gehörte - und dass diese Kinder und Erwachsenen bereits aus fünf verschiedenen Bezirken kamen. Dies ist ein Abbild dafür, dass immer wieder neue Gemeinden und Hausgruppen unter der Roma-Bevölkerung entstehen - und dass grosse Anstrengungen unternommen werden, diese in die Gesamtkirche zu integrieren.

Am Jugendlager, das sich ans Familienlager anschloss und bis am 18. Juli 2007 dauerte, nahmen dann noch 51 Jugendliche teil. Als Thema wurde «Jugendliche in der Bibel» gewählt.

So wichtig diese Lager auch für das Leben der EMK in Ungarn sind - mit eigenen Kräften könnten sie nicht getragen werden. Die Beiträge der Teilnehmenden und der Zentralkasse machten rund 70% aus; die übrigen Kosten wurden von Connexio, dem Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK in der Schweiz und in Frankreich, von der Zeltmission der EmK in Deutschland sowie vom Fonds «Mission in Europa» übernommen. Dass das Zugehören zu einer weltweiten Kirche aber aus Nehmen und Geben besteht, wurde deutlich, als eine Kollekte von über 400 Euro zugunsten der europaweiten Arbeit der Zeltmission der EmK in Deutschland gesammelt wurde.

Die Lager wurden von vielen als Ermutigung und geistliche Erneuerung erlebt. Die Teilnehmenden sind inzwischen längst in ihre jeweiligen Gemeinden zurückgekehrt. Im persönlichen Zeugnis und im praktischen Dienst an den Mitmenschen wird das Erlebte aber noch lange Kreise ziehen, und an vielen Orten wird im Namen Gottes der Stadt Bestes gesucht.


Quelle: Urs Schweizer - Assistent des Bischofs Dr. Patrick Streiff

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