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EMKNI - 27.08.2007   Zurück zur Übersicht

Slowakei: 25 Nationen versammelt am European Methodist Festival in Bratislava

Junge Menschen feiern Gottesdienst am Methodist Festival in Bratislava[Credits] Mehr als tausend Methodisten aus ganz Europa kamen vom 1. bis 5. August in der Hauptstadt der Slowakei zusammen um Gemeinsames in Vielfalt zu feiern. Sprachen und Dialekte aus 25 Ländern waren zu hören am European Methodist Festival, das alle vier Jahre gefeiert wird mit Workshops, Gottesdiensten, Bibelarbeiten und Gemeinschaft.

Der Evangelisch-methodistische Bischof Patrick Streiff von der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeurope forderte die Festivalteilnehmenden im Eröffnungsgottesdienst auf, "das Beste zu machen…" aus der Möglichkeit zur Gemeinschaft, ungeachtet der Sprachschwierigkeiten.

Teenager des Londoner Ghanaian-Methodist-Fellowship-Chors, der am Festival auftrat, zeigten sich erstaunt darüber, wie leicht man mit Menschen aus anderen Ländern in Kontakt treten konnte. "Man sieht, dass wir Gemeinsamkeiten haben, nämlich die Anbetung Gottes und das Feiern (des Jubiläums von Charles) Wesley", meinte der siebzehnjährige Samuel Kwaku.

Jeden Morgen beim Warten auf das Mittagessen musizierte die Folksmusikband Trevo Alegre aus der Methodistenkirche in Portugal. Der Leiter der Band ist Pfarrer Sifredo Teixeira, Bischof der Portugiesischen Methodistenkirche. "Wir wollen einfach ein bisschen Freude zu den Menschen bringen", meinte Teixeira zu den Auftritten der Gruppe.

Nicole Handschin, eine angehende Pflegefachfrau aus der Schweiz meinte: "Ich weiss nicht genau, was mich hier erwartet, aber es gefällt mir". Während einer Kleingruppenarbeit diskutierte Handschin mit Methodisten aus Deutschland, Polen, Nordirland, Australien und England darüber, wie sie die Kirche als Teenager erlebt.

Die Teilnehmenden sprachen über eine breite Palette von Themen, darunter Klimawandel, Immigration, Familie, Mission, andere Religionen und Wachstum im Glauben. Kreative Bibelarbeiten und Workshops machten den Teilnehmenden Mut, ihren christlichen Glauben in neuer Art zu sehen.

Bischöfin Rosemarie Wenner aus Deutschland freute sich über die grossen Delegationen aus Polen, Litauen, Mazedonien und aus anderen osteuropäischen Ländern. "Es ist so wichtig, dass wir als Methodisten sehen können, dass wir Teil einer weltweiten methodistischen Familie sind."

Pfarrer George Freeman, Geschäftsführer des World Methodist Council, beschrieb die Festivalatmosphäre mit dem Wort "freudig" und meinte, er sei beeindruckt von Menschen die miteinander das Gemeinsame, aber auch das Verschiedenen akzeptieren.

Die slowakische Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) hatte sich über ein Jahr auf dieses Festival vorbereitet. Als gastgebende Kirche hat sie für das European Methodist Council diesen Anlass auf die Beine gestellt. Das ist umso bemerkenswerter, als diese Kirche gerade einmal 8 Kirchgemeinden, fünf missionarische Projekte und 400 Mitglieder zählt. Die Gottesdienste und sozialdiakonischen Angebote der Gemeinden werden jedoch jede Woche von rund 2000 Menschen besucht.

Die Slowakische EMK konnte sich bei der Infrastruktur auf die Deutsche Zeltmission der EMK verlassen, die mit mehreren Zelten und dem Eventbus am Festival dabei waren.

Bischof Hans Vaxby von Moskau leitete eine der täglich stattfindenden Bibelarbeiten. Bekleidet mit einem T-Shirt, auf dem stand: "Ich glaube, dass Gott jeden Tag zu uns spricht, wenn wir hören", meinte er, er hoffe, dass besonders Menschen aus kleineren Kirchgemeinde vom Festival nach Hause reisen werden mit einer wirklich starken Erfahrung der Zugehörigkeit zu einer europäischen und weltweiten Kirche.

Aus der Schweiz nahmen, Kinder und Teenager mitgezählt, rund neunzig Personen am Festival teil. Die Gruppe aus der Schweiz gehörte damit zu den grösseren Delegationen. Entsprechend intensiv war auch das Schweizer Engagement bei den verschiedensten Veranstaltungen. Nebst Workshopleitungen und Aufgaben im Bereich der Organisation und Moderation des Begrüssungsabends und des Abends des Methodistischen Jugendrates von Europa (European Methodist Youth Council, EMYC), sorgte der Musiker David Plüss mit seiner ad hoc Band für beste musikalische Unterhaltung und Begleitung der offiziellen Programmteile.

Lukas Fankhauser, Leiter der Takano-Fachstelle (Kinder- und Jugendarbeit) der EMK Schweiz: "Das Programm war gut, das Beste jedoch war die Möglichkeit, mit rund tausend Methodisten gemeinsam fünf Tage zu verbringen und dabei alte Bekanntschaften zu pflegen und neue Beziehungen zu knüpfen."


Quelle: UMNS ergänzt mit Infos aus der Schweiz

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