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EMKNI - 21.12.2007   Zurück zur Übersicht

Kongo: Erfreuliche Fortschritte dank der Hilfe von Connexio

Sterilisationseinrichtung auf einem KohlefeuerIn der Demokratischen Republik Kongo war es während des letzten Bürgerkrieges und der anschliessenden Unruhen nicht gestattet, mit Privatflugzeugen zu fliegen. Die Methodistenkirche und die MAF (Fluggesellschaft für Missionen) stellten deshalb 1999 ihren Flugbetrieb ein. Abgelegene Spitäler und Missionsstationen wie Kapanga und Kabongo konnten danach nur noch mit guten Fahrzeugen auf dem Landweg besucht werden, was äusserst aufwändig ist. Die 1000 km lange Fahrt von Lubumbashi nach Kapanga dauert in der Trockenzeit im besten Fall etwa drei Tage. Bei Regen ist ein Durchkommen nicht möglich. Seit anderthalb Jahren ist im Kongo das Fliegen für Private wieder gestattet und seit drei Monaten verfügt die Evangelisch-methodistische Kirche (EMK) im Südkongo wieder über ein Flugzeug und einen Piloten. Hans-Peter Müller, der Leiter des Afrikaressorts von Connexio und der Missionssekretär Andreas Stämpfli hatten im November Gelegenheit, diesen neuen Flugdienst zu testen und das Spital in Kapanga zu besuchen.

Das Spital in Kapanga wird seit Jahrzehnten durch Connexio, dem Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK unterstützt. Zeitweise waren dort auch Mitarbeitende aus der Schweiz und aus Frankreich tätig. Heute bezahlt Connexio die Gehälter von zwei einheimischen Ärzten sowie einen Betriebsbeitrag von jährlich 10‘000 USD. Die Gehälter der übrigen 80 Angestellten werden durch lokale Einnahmen bezahlt. Diese betragen im Monat insgesamt etwa 2‘000 USD. Das Spital hat 150 Betten. Im letzten Jahr wurden 2‘400 Patienten hospitalisiert und 3‘000 Behandlungen ambulant durchgeführt. 1‘600 Geburten erfolgten im Spital, davon 236 mit Kaiserschnitt. 941 Personen wurden operiert und 700 Personen wegen Tuberkulose behandelt.

Gleichzeitig war auch eine andere Connexio-Gruppe in Sambia und im Kongo unterwegs. Mitglieder aus den Gemeinden der Evangelisch-methodistischen Kirche in Liestal und Thun sowie einige weitere Personen besuchten die Partnergemeinden in Kolwezi und Mulungwishi. Auch diese Gruppe hatte beeindruckende Erlebnisse. Neben Besuchen bei Institutionen und Projekten wurden vor allem Begegnungen mit den Partnergemeinden gesucht, gemeinsam Gottesdienst gefeiert und die Situation vor Ort hautnah erlebt. Besonders auffallend war die Entwicklung in der Minenstadt Kolwezi. Vor kurzem haben ausländische Investoren die seit Jahren stillgelegten Kupfer- und Kobaltminen wieder in Betrieb genommen. Während noch vor einigen Jahren 70% der Bevölkerung arbeitslos war, gibt es nun wieder viel zu tun und die meisten Familien können irgendwie vom Aufschwung profitieren. Doch den grössten Gewinn machen die ausländischen Firmen, welche die Bodenschätze abbauen und für billige Lizenzgebühren ausführen.

Für das Bischofssekretariat von Bischof Yemba in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo wird eine Sekretärin oder ein Sekretär gesucht. Sind Sie interessiert oder kennen Sie jemanden, der für ein bis zwei Jahre in einem methodistischen Bischofssekretariat in Kinshasa arbeiten möchte? Dann nehmen Sie bitte mit Connexio Kontakt auf: connexio@umc-europe.org. Weitere Informationen zu Connexio sind zu finden auf: www.connexio.ch


Quelle: Connexio, Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK Schweiz

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