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EMKNI - 22.12.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Plädoyer für das Kirchenjahr

Mit dem ersten Advent begann das neue Kirchenjahr. Deshalb zeigt „Kirche und Welt“, die Zeitschrift der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz, in ihrer neusten Ausgabe auf, wie der Ablauf des Kirchenjahres als „Gedächtnisstütze“ für die elementaren Inhalte des Glaubens genutzt werden kann. Dadurch werde verhindert, schreibt Redaktor Sigmar Friedrich in seinem Editorial, dass man sich auf ein „Lieblingsglaubensthema versteift“. Stattdessen helfe das Kirchenjahr, „den Reichtum und die Fülle dessen zu erahnen, was uns durch Jesu Kommen zuteil geworden ist“.

Im Gegensatz zur EMK in anderen Ländern fristet die Symbolik des Kirchenjahres in der Schweizer EMK ein eher marginales Dasein. Die Winterthurer Pfarrerin Caroline Schröder Field plädiert in „Kirche und Welt“ deshalb dafür, den einzelnen Sonntagen im Kirchenjahr vermehrt ein Profil zu geben. In ihrer Gemeinde hängt jeweils ein Tuch in einer bestimmten Farbe an der Kanzel und am Abendmahlstisch. Momentan ist dies violett, weil Advent ist. „Die liturgische Farbe ist violett, weil der Advent ursprünglich als Busszeit begangen wurde“, schreibt Schroeder Field. Weihnachten und Epiphanias, der Dreikönigstag, werden in Weiss, der Farbe von Gottes Herrlichkeit, dargestellt. Auch der Eingangsspruch und der Predigttext verdeutlichen in den Gottesdiensten Schroeder Fields, wo das Kirchenjahr steht. „Wer sich in das Kirchenjahr hineinbegibt, erfährt: Es gibt unvertauschbare Botschaften, die zu einer bestimmten Zeit gesagt und gehört werden sollten.“ Wenn diese Botschaften keinen bestimmten Ort mehr im Kirchenjahr hätten, könnten sie leicht in Vergessenheit geraten, unterstreicht Schroeder Field.

Dem Kirchenjahr vermehrt Gewicht zu verleihen, sei nicht nur eine Herausforderung für Pfarrerinnen und Pfarrer der EMK in der Schweiz, sagt Friedrich gegenüber den EMK-News. Auch Laien, die oft den Rahmen der Predigt gestalteten, hätten die Möglichkeit, den liturgischen Faden des Kirchenjahres stärker aufzunehmen.

Die Dezember-Ausgabe von „Kirche und Welt“ kann bezogen werden bei: barbara.streit@umc-europe.org


Quelle: Barbara Streit-Stettler

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