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EMKNI - 29.12.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Volle Säle für Musical „Dene wos guet geit“

Musical der EMK Langenthal (Foto: Matthias Burger)Zwei Aufführungen des Musicals „Dene wos guet geit“ fanden kurz vor Weihnachten vor vollen Rängen in Huttwil und Langenthal statt. Zum Gelingen des Musicals beigetragen haben zahlreiche Mitglieder und Freunde aus drei Generationen der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Langenthal.

Zwar war es beim Musical fast wie beim Chanson von Mani Matter über eine Wilhelm-Tell-Aufführung: „Sie hei der Nikolaus ufgfüehrt ir Chile vo Huttwil. Da bruchts viel Volk, die halbi Gmeind het mitgmacht bi däm Spiel ...“ Aber nicht Wilhelm Tell, sondern Nikolaus von Myra war die Hauptfigur des Musicals der EMK Langenthal. Der Titelsong des Musicals - ebenfalls von Mani Matter - fasste das Motto von Nikolaus treffend zusammen: „Dene wos guet geit, giengs besser, giengs dene besser, wos weniger guet geit.“ („Denjenigen, denen es gut geht, ginge es besser, wenn es denjenigen besser ginge, denen es weniger gut geht.“) Das Musical zeigte auf, dass das Original des heutigen „Samichlous“ Zeit seines Lebens als Helfer für die Armen gewirkt hat.

Christof Fankhauser, einer der Musiker aus der EMK Langenthal, hat für das Projekt die Legende von St. Nikolaus bearbeitet, neue Lieder dazu geschrieben und daraus ein Musical konzipiert. Über 30 singfreudige Erwachsene aus der Gemeinde fanden sich ab August zu intensiver Chorprobearbeit zusammen. Parallel dazu wurde auch in den Kindergruppen fleissig gearbeitet. Ein Tanz wurde entwickelt und eingeübt. An den Jungschinachmittagen wurde gesungen. Einmal schlüpften die Kinder sogar selber in die Rolle eines Bettlers, sassen in der kalten Bahnhofunterführung von Langenthal und baten um Almosen. Bilder davon wurden dann für eine Fotopräsentation zusammengestellt. Die Schatzgräber, die Sonntagschüler der EMK, setzten die Texte der Lieder in Bewegungen um. An einem Rap wurde gefeilt. Aus vielen kleineren und grösseren Puzzlesteinen wurde so ein Ganzes. Kinder, Teenies, Jugendliche, Erwachsene - drei Generationen also - bildeten das grosse Team der Mitwirkenden.

Krönender Abschluss waren dann natürlich die beiden Aufführungen in der reformierten Kirche in Huttwil und im Kirchgemeindehaus in Langenthal. Gespannte Aufmerksamkeit, eine eindrückliche Stimmung und viele Reaktionen von Besuchenden zeigten, dass die Botschaft von Nikolaus verstanden wurde: „Wenn du etwas gibst, wirst du selber zum Beschenkten.“ Die Aufführungen wurden auch genutzt, um auf die Kampagne „Stop Armut 2015“ aufmerksam zu machen. Über 7000 Franken aus der Kollekte konnten an Projekte zur Armutsbekämpfung weitergeleitet werden.


Quelle: Christof Fankhauser / Heidi Berger

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