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EMKNI - 17.07.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Delegation reist mit gemischten Gefühlen an die Ökumene-Konferenz

[Credits] Vom 4. bis 9. September findet in der rumänischen Stadt Sibiu (Hermannstadt) die "Dritte Europäische Ökumenische Versammlung" (EÖV3) statt, an der auch rund 40 Delegierte aus Schweizer Kirchen teilnehmen. Teil der Schweizer Delegation von Seiten der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) sind Bischof Patrick Streiff, der Ausschussverantwortliche für kirchliche Beziehungen Sven Büchmeier sowie Takano-Mitarbeiter Stefan Langenegger.

Die EÖV3 wird von der "Konferenz Europäischer Kirchen" (KEK) und dem "Rat der Europäischen Bischofskonferenzen" (CCEE) veranstaltet und steht unter dem Motto "Das Licht Christi scheint über allen. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa". An der EÖV3 nehmen etwa 2.100 Delegierte aus den Kirchen der KEK und CCEE teil. Hinzu kommen weitere 400 Gäste, Mitarbeiter und Medienvertreter.

Der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH) kommt nach eigenen Angaben eine wichtige Funktion als Koordinationsgremium für die gesamte Schweizer Delegation zu. In Sibiu sollen Anliegen eingebracht, die am 10. März anlässlich eines Schweizer Vorbereitungstreffens mit 200 Teilnehmern in Lausanne diskutiert und erarbeitet wurden. Seit Januar 2006 haben europaweit über 50 nationale und regionale ökumenische Treffen stattgefunden, deren Ergebnisse in die Beratungen der EÖV3 einfliessen sollen. An der Versammlung in Sibiu stehen neun Themenbereichen zur Diskussion: Einheit (unter den Kirchen), Spiritualität, Zeugnis, Europa, Migration, Religionen, Schöpfung, Friede und Gerechtigkeit.

Unter dem Versammlungsmotto "Das Licht Christi scheint über allen" sollen die Beiträge der Teilnehmerkirchen für das Zusammenwachsen Europas in die Öffentlichkeit getragen und der gemeinsame Glaube gefeiert werden. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz ruft deshalb die Christen im Lande auf, die Delegierten aus der Schweiz sowie die Versammlung mit ihrem Gebet zu begleiten.

Statt Versammlung der Basisbewegung jetzt Spitzentreffen der Kirchenfürsten?

Der Präsident der AGCK-CH, Pfarrer Ruedi Heinzer, wies jetzt darauf hin, dass das Treffen in Sibiu anders sein wird als die Versammlungen von Basel (1989) und Graz (1997): "Sibiu wird ein Treffen der Kirchenleitungen sein; eine Basisbewegung hat buchstäblich nicht Platz." Dies sei schade, "denn Kirchenleitungen müssten im direkten Gespräch merken, dass die gegenwärtige Profilneurose nicht ist, was die Ortsgemeinden brauchen. Sie brauchen öffentliche Entscheide zur gegenseitigen vollen Anerkennung als Kirchen und konkrete Massnahmen zum Abbau der Hecken und Zäune“, so Heinzer.

Eine weitere Meldung zur EÖV3 ist am 2. März 2007 erschienen.

Links zum Thema:

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH): http://www.agck.ch/

Dritte Europäische Ökumenische Versammlung (EÖV3): http://www.eea3.org/




Quelle: Adventistischer Pressedienst (APD)

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