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EMKNI - 22.06.2007   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund tagte in Basel

[Credits] Das Basler Rathaus beherbergte vom 17. bis 19. Juni 2007 die Abgeordnetenversammlung (AV) des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK). Anwesend waren etwa 70 Abgeordnete aus den Reformierten Landeskirchen der Schweiz. Mit der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Schweiz (EMK) und der Eglise Libre de Genève gehören ebenfalls zwei Freikirchen dem Kirchenbund an. Als Vertretung der EMK nahmen Pfarrerin Andrea Brunner-Wyss und Distriktsvorsteher Markus Bach an den Verhandlungen teil.

In seinem Bericht als Ratspräsident formulierte Thomas Wipf einige klare aber auch kritische Worte zur Zusammenarbeit mit dem Islam in der Schweiz: „Gewisse Werte sind bei uns nicht verhandelbar“. Darunter versteht Wipf die Menschenrechte, die Gleichberechtigung, die Freiheit des Individuums auch zur Konversion zum christlichen Glauben und die religiöse Neutralität des Staates. „Wir haben Fragen; aber wir bleiben verlässlich im Dialog“ betonte der Ratspräsident und forderte die islamischen vereine und Dachverbände dazu auf, „am ernsthaften Gespräch und am Dialog mit den Kirchen und der jüdischen Gemeinschaft verbindlich teilzunehmen.“

Viel zu diskutieren gab die beantragte Revision der SEK-Verfassung. Soll der Kirchenbund mehr Macht und Einfluss auf die Mitgliedkirchen bekommen? Soll sich der Kirchenbund zu einer Reformierten Kirche der Schweiz entwickeln? Bevor diese Fragen beantwortetet werden soll, verlangte die AV einen Prospektivbericht. Der Rat legte dem Parlament ebenfalls seine Legislaturziele bis 2010 vor, welche sie zur Kenntnis nahm. Für das Jubiläum, zum 500. Geburtstag von Johannes Calvin im Jahr 2009 wurde eine ein ausserordentlicher Beitrag von 290'000.-- beschlossen.

Claude Ruey wurde zum neuen Präsidenten des HEKS (Hilfswerk der Evangelischen Kirchen in der Schweiz) gewählt. Er ist Nationalrat und Noch-Präsident der Liberalen Partei und ersetzt Anthony Dürst. Mit grossem Applaus wurde der in Ruhestand gehende HEKS-Zentralsekretär Franz Schüle verabschiedet. Als sein Nachfolger wurde Ueli Locher vorgestellt.

Am Montag erwies die höchste Schweizerin, Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi, dem Kirchenbund ihre Aufwartung. Sie machte den Kirchen Mut, sich in der Gesellschaft zu engagieren: „Die reformierte Kirche,. der auch ich angehöre, bietet den Menschen einen Weg und Werte wie Freiheit und Verantwortlichkeit, die in der westlichen Kultur verankert sind.“


Quelle: Markus Bach, Distriktsvorsteher

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